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Open Commons sind digitale Gemeingüter. Das sind jene Inhalte, die einer Gemeinschaft frei und offen zugänglich sind und deswegen von allen ohne große Hindernisse genützt werden können. Konkret sind damit unterschiedliche Inhalte gemeint: Digitalisierte Musik, Bilder, Fotos, Videos, Daten, Literatur, Hörspiele oder Software.

Solche digitalen Güter können unendlich oft geteilt werden. Das Besondere im Vergleich zu analogen Gütern ist, dass sie dabei nicht weniger werden. Durch die vielfache Benützung können sie sogar verbessert werden, indem BenützerInnen Fehler finden und ausbessern, Inhalte hinzufügen oder für neue Projekte verwenden. Das ist auch der Grund dafür, dass sie als Gemeingüter so interessant für Gemeinden, Städte und ganze Gesellschaften sind.

Die Stadt Linz hat die Initiative OPEN COMMONS LINZ ins Leben gerufen, um solche digitale Gemeingüter zu fördern. Sie macht das nicht nur aus idellen Gründen, um einen gerechten, demokratischen Zugang zu Gütern für alle zu ermöglichen. Sondern sie erhofft sich auch, damit den Nährboden für ein Umfeld zu schaffen, in dem sich kreative und erfindungsreiche Menschen wohlfühlen und gegenseitig beflügeln. Zudem glaubt die Stadt daran, dass der Wettbewerb durch Kooperation anstatt Konkurrenz langfristig sogar die bessere Wirtschaftsvariante ist.

Nicht alle Informationen sind dazu bestimmt offen und frei im Internet zu zirkulieren. Viele unsere Daten sollen privat bleiben. OPEN COMMONS LINZ möchte deswegen darüber aufklären, welche Daten für eine Gesellschaft am besten öffentlich als Gemeingüter nützlich sind und welche besser privat bleiben.

Das einfache Teilen übers Internet soll ermöglicht und nicht kriminalisiert werden. Für den Umgang mit digitalen Gemeingütern braucht es deswegen faire Bedingungen. Denn dabei dürfen die Kreativen nicht ausgebeutet werden. Damit digitale Gemeingüter zum Vorteil aller sind, braucht es einfache Regeln. OPEN COMMONS LINZ will mithelfen, zu zeigen, wie das am besten geht.

Das Ziel der Initiative OPEN COMMONS LINZ ist es, den Geist von Open Commons auf alle Lebensbereiche in der Stadt anzuwenden - ganz gleich ob Bildung, Soziales oder Wohnen.

Mehr Infos zu <span lang='en'>Open Data</span> (Externe Webseite)

Offene Daten für mehr Transparenz und Innovation

Auf der Plattform OPEN DATA LINZ stehen allen Interessierten die offenen Daten der Stadt Linz zur kostenlosen Weiterverwendung und -verwertung zur Verfügung. Dadurch wird die Transparenz in Richtung der BürgerInnen gesteigert und Innovation ermöglicht. Zum Beispiel können ProgrammiererInnen neue Anwendungen, mobile Apps oder Visualisierungen entwickeln, die später von BürgerInnen verwendet werden. Aus dieser Initiative sind bereits mehr als 50 Anwendungen entstanden (und vielleicht noch welche, von denen wir noch nichts wissen).
Luftbilder, Stadtpläne, 3D Geodaten, Fahrplandaten der LINZ AG, Gemeinderatsprotokolle, statistische Daten zur Bevölkerung, das Budget der Stadt (Voranschlag und Rechnungsabschluss), Wahlergebnisse, ein Baumverzeichnis und Veranstaltungsdaten stehen aktuell und als historische Daten zur Verfügung. Diese Daten sind lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung. Das heißt sie können für alle Zwecke genützt werden, so lange die Stadt Linz als Quelle genannt wird.
Eines ist für die Stadt Linz allerdings klar: Auch wenn die Öffnung von Daten für Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft von hohem Wert ist, kommen dafür nur solche in Frage, die nicht personenbezogen sind. Das heißt, private Daten müssen privat bleiben, denn Datenschutz geht vor!

Mehr Infos zu <span lang='en'>Hotspot Linz</span> (Externe Webseite)

Niederschwelliger Zugang zum Internet

Die digitale Vernetzung hat in unserem gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftlichen Leben stark an Bedeutung gewonnen. Für die Stadt Linz gehört darum der kostenlose Zugang zum Internet zur Grundversorgung der BürgerInnen. Deswegen bietet sie in Kooperation mit der LIWEST GmbH allen (egal ob BürgerInnen oder BesucherInnen) kostenloses WLAN (=WiFi) an öffentlichen Hotspots an. Diese digitale Infrastruktur erstreckt sich mittlerweile auf mehr als 200 Standorte, die über das ganze Stadtgebiet verteilt Zugang zum Internet schaffen. Damit wird die Teilhabe am digitalen Leben für alle ermöglicht und mobiles Arbeiten erleichtert.
Schwerpunkte des Ausbaus sind Plätze und Parks, öffentliche Verkehrsmittel, Volkshäuser, Stadtbibliotheken, Jugendzentren, Badeseen und andere kulturelle und städtische Einrichtungen. Was in vielen großen Städten angedacht ist, ist in Linz schon seit vielen Jahren Realität: Unbegrenztes surfen im Stadtgebiet. Denn weltweit verfügen nur vereinzelt Kommunen über eine kostenlose Infrastruktur für die Bevölkerung.

Mehr Infos zu <span lang='en'>Public Space Server</span> (Externe Webseite)

Kostenloser und werbefreier Webspace für alle LinzerInnen

Nicht nur der Konsum, sondern auch das Produzieren und Teilen von digitalen Gütern gehört zum kompetenten Umgang mit zeitgenössischen Medien. Dafür stellt die Stadt Linz für ihre BürgerInnen kostenlosen und werbefreien Webspace zur Verfügung. Voraussetzungen dafür ist lediglich ein Linzer Hauptwohnsitz und das vollendete 14. Lebensjahr.
Pro UserIn stehen 5 GB Webspace des Public Space Servers zur Verfügung. Dieser Speicherplatz kann als Online-Festplatte genutzt werden oder um die eigene Website damit umzusetzen. Zahlreiche vorkonfigurierte Programme erleichtern ein schnelles Erstellen einer Homepage, eines Blog oder eines Wikis - und das auch für Internet-Neulinge. Zudem bietet die Volkshochschule Linz eine Reihe von Kursen und Beratung rund um das Thema Internet.
Der Public Space Server ist ein Projekt der Stadt Linz im Rahmen des Wissensraum Linz.

Die Initiative OPEN COMMONS LINZ schätzt sich glücklich, eine so schmucke Grafik bekommen zu haben. Die verdanken wir dem Gestalter Manuel Radde. Er hat die Grafik nicht nur entwickelt, sondern auch vorgeschlagen, die entstandenen Daten als Open Design ins Netz zu stellen. Darüber freuen wir uns sehr, denn die Öffnung von kulturellen Gütern, die uns alltäglich umgeben, liegt uns besonders am Herzen.

Anfangen werden wir hier mit der Schrift, die als Download für euch bereitsteht. Sie ist in drei unterschiedlichen Schnitten vorhanden. Außerdem werden wir auf der Plattform The Noun Project regelmäßig neue Icons und Piktogramme posten. Ihr könnt alles gerne unter der CC BY-SA 3.0 AT verwenden. Falls ihr noch nicht fit seid mit Creative Commons Lizenzen, könnt ihr entweder nachlesen, was das heißt, oder euch per Telefon oder Mail bei uns schlau machen.

Solltet ihr Vorschläge haben, welche Inhalte wir noch oder besser öffnen können, freuen wir uns über eure Inputs.

OCL_FONT (.zip 33 KB) (Version 1.001)