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Jugend im Netz
Ein Crashkurstag für Erwachsene

Allgegenwärtig können wir beobachten, wie Jugendliche mit ihren Smartphones in WhatsApp-Gruppen chatten, auf Instagram rote Herzen verteilen oder mit spitzen Hacken in geblockter Erde graben. Aber sogar, wenn wir schon wissen, was Minecraft ist und warum so viele junge Menschen es so lieben, fällt es doch den meisten Erwachsenen schwer, sich in den Medienalltag jener Generation einzudenken, die mit dem Internet bereits aufgewachsen ist.

Welche Lebensrealität umgibt die Generation Z? Welche Kulturtechniken haben sie sich im Netz angeeignet? Welche Freuden, Probleme oder Ängste umgeben sie im neuen Medium? Welche Formen der Interaktion und des sozialen Miteinanders interessiert die heranwachsende Generation? Wie können wir junge Menschen unterstützen, im Netz als politischen Austragungsort aktiv zu partizipieren? Welche pädagogischen Konzepte sind erfolgreich in der Vermittlung von digitalen Kompetenzen? Wie können wir die jungen Menschen stärken, sodass sie aus dem Vollen des Netzes schöpfen können? Und wie können wir vom neuen Wissen der jungen Menschen selbst lernen?

Der nächste Open Commons Kongress macht diese Fragen zum Thema und lädt interessierte Erwachsene am Freitag, den 12. Mai im Linzer Wissensturm zum gemeinsamen Crashkurs ein.

CYBERGLEICHvon benachteiligungen im Netz

Das Netz ist unumstritten jenes Medium, das uns einen gigantischen Sprung in Sachen Partizipation, Demokratisierung und Teilhabe ermöglichte. Informationen lassen sich blitzschnell mit potentiell allen Menschen überall am Planeten teilen. Alle können somit am kulturellen, wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Leben beteiligt sein. Soweit die Theorie, denn in der Realität haben noch nicht alle einen Zugang zum Netz, schnelle Mbit-Raten und die gleichen Kompetenzen am Computer. Und obwohl wir die technologische Gleichheit noch gar nicht erreicht haben, werfen wir bereits einen nostalgischen Blick auf jene Hoffnungen und Wünsche in Bezug auf eine neutrale Vernetzung aller Beteiligten, die Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre die Herzen der NetzpionierInnen und MedientheoretikerInnen höher schlagen ließen. Denn mittlerweile ist eines zu erkennen: Gleichberechtigung kommt nicht einfach mit der Technologie - sie muss von realen Menschen gelebt werden.

Wer rassistisch, sexistisch oder hasserfüllt agiert, wird dies auch im Netz tun. Und das müssen wir mittlerweile alltäglich beobachten. Neben Wissen, Informationen und kulturellen Gütern  werden Hass und Hetze ebenso in sozialen Medien und auf Blogs geteilt - und das zum Teil ebenso rasant. Räume im Netz strahlen Unbehagen aus und mindern Diversität, haben sich erst mal ein rauer Ton und schroffe Umgangsformen durchgesetzt.

Welche gesellschaftlichen Regeln braucht also ein buntes, chancenreiches und Gleichheit bringendes Netz? Wie können marginalisierte Gruppen zu Wort kommen und auch Gehör finden? Wie können wir Belästigungen bis hin zur Kriminalität gesellschaftlich begegnen und juristisch sanktionieren? Und welche Unterschiede gibt es noch zwischen dem sozialen Miteinander im real life und im Netz?

MEINES, DEINES, UNSERES
Teilen in einer individualisierten Gesellschaft

Zum vierten Mal veranstaltet OPEN COMMONS LINZ den Kongress zu aktuellen Themen rund um digitale Gemeingüter. 2015 steht der Kongress unter dem Titel “MEINES, DEINES, UNSERES – Teilen in einer individualisierten Gesellschaft”. In einer digitalen Wissensgesellschaft stellen sich neue Fragen: Welche Veränderungen bringen diese jungen Möglichkeiten des Teilens unserer individualisierten Gesellschaft? Welche neuen Formen gibt es überhaupt und welche digitalen Gemeingüter sind für Kommunen von Relevanz? Wie können wir Ressourcen gerecht verteilen? Wem steht geistiges Eigentum in einer Remixgesellschaft zu? Wird individuelles Teilen in der Share Economy privatisiert? Müssen wir auf Privatsphäre verzichten, um an einer teilenden Gesellschaft partizipieren zu können? Ist eine Smart City eine Stadt, die teilt? Und wie sieht die offene, digitale Stadt von morgen aus? uvm.

Leben und Lernen mit digitalen Gemeingütern

2014 ist das Thema des Kongresses der konkrete Umgang mit digitalen Gemeingütern im täglichen Leben: Beruf, Ausbildung oder Freizeit - freies Wissen und digitale Informationen sind immer mehr Bestandteil unserer Routinen und Alltagspraktiken. Die Frage nach dem nahtlosen Übergang zwischen digital und real, zwischen Theorie und Praxis und zwischen Zusammenarbeit und gemeinschaftlichem Nutzen ist gleichsam noch immer ein wichtiger Forschungsgegenstand der Open Commons Bewegung.
Zu Wort kommen ExpertInnen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung.