Open Commons sind digitale Gemeingüter, die uns BürgerInnen frei und offen zugänglich sind. Wir können sie unter geregelten Bedingungen und ohne große Hindernisse nützen. Aufgabe der OPEN COMMONS LINZ ist die verantwortungsvolle Öffnung solcher digitalen Inhalte.

Aktuelles


Transparenz-Tool

17.07.2015

Transparenter Einblick in die Stadtfinanzen

Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg

Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg

Förderungen, Subventionen, budgettechnisch korrekt ‚Transferzahlungen‘, sind ein wesentlicher Beitrag für die vielfältigen Qualitäten einer lebenswerten Stadt und für den sozialen Ausgleich.  Das Gesamtvolumen pro Jahr beträgt knapp 1000 Transfers bzw Förderungen im Ausmaß von etwa 150 Mio Euro. Das sind etwa 30% des gesamten städtischen Haushalts.

Die größten Brocken:
- SAGES (Salzburger Gesundheitsfond) mit rund 23 Mio Euro,
- Land Salzburg mit rund 61 Mio Euro (Soziale Wohlfahrt, Landesumlage),
- SalzburgAG etwa 10,5 Mio Euro für den öffentlichen Nahverkehr.

 

Subventions-Checker auf einen Blick mit Erläuterungen als Grafik und in Tabellenform

Überblick über alle Finanzströme - auch zwischen der Stadt und dem Land - sind somit sichtbar. Es ist jetzt relativ leicht zu erkennen, wer für welches Projekt oder welche Aufgabe Geld bekommt.  Allen Subventionen steht auch konkreter Mehrwert für unsere Gesellschaft gegenüber, weil mit deren Hilfe Leistungen erbracht werden, die der Markt sonst nicht anbieten würde. Die Stadt Salzburg unterstützt jährlich verschiedenste Projekte in den Bereichen Bildung und Kultur (Kulturveranstaltungen), Soziales und Gesundheit (im Bereich Frau und Familie, Menschen mit Behinderung, Jugend, Senior_innen und Integration), Wirtschaft und Gewerbe (im Rahmen einer Betriebsneuansiedelung, Neugründung bzw. Erweiterung und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen) und anderen Kategorien mit finanziellen Förderungen (Subventionen). Darüber hinaus fallen auch zahlreiche Transfers an, welche die Stadt aufgrund rechtlicher Verpflichtungen zu leisten hat.

 

Interaktive Darstellung
Die Netzwerkgrafik macht auch sichtbar, wenn ein Fördernehmer Zahlungen aus verschiedenen ‚Töpfen‘ erhält.  Zusätzlich sind alle Subventionen auch in einer Tabellenform verfügbar. In einer ersten Tranche sind die Daten der Budgetjahre 2011 – 2014 verfügbar.  Genauso ist es möglich, auf Knopfdruck die einzelnen Kategorien miteinander zu vergleichen und die Arten der Transfers (freiwillig, vertraglich oder Pflichtaufgabe) anzeigen zu lassen.

 

Zur Visualisierung auf offenerhaushalt.at (Neues Fenster)


meinlinz.at

29.05.2015
Sujet für Plattform Mein Linz

Zum Auftakt sind die besten Ideen für die Zukunft der Hafencity gesucht

Jetzt mitmachen: www.meinlinz.at

Mit „Mein Linz“ bietet die Stadt ab sofort allen Linz-Fans einen neuen virtuellen „heißen Draht“ an. Hinter dem Titel und der gleichnamigen Web-Adresse verbirgt sich ein österreichweit einzigartiges Online-Portal, bei der künftig regelmäßig „zündende“ Ideen für die wichtigsten Zukunftsthemen der Stadt gesucht werden sollen. „Die Bürgerinnen und Bürger sind die wahren Fachleute, wenn es um das tägliche Leben in unserer Stadt geht. Sie wissen, wie Linz tickt. Diesen Erfahrungsschatz wollen wir mit der interaktiven Plattform heben“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger den Grundgedanken des neuen Online-Tools.

Das Startthema von „Mein Linz“ ist die Zukunft des Linzer Hafens. Das Viertel an der Donau zählt zu jenen Gebieten in der Stadt, das wirtschaftlich aber auch kulturell das meiste Potenzial zeigt. „Die einfache Bedienbarkeit der Plattform, die leicht verständliche Aufbereitung des vielschichtigen Themas und der direkte Kontakt zu Politik und ExpertInnen zeichnen den neuen Kommunikationskanal aus“, umreißt Projektleiter Jürgen Tröbinger die Stärken von „Mein Linz“.

Linz und ihre Stadtpolitik stehen in vielen Bereichen vor wichtigen Weichenstellungen, die die künftige Entwicklung der Landeshauptstadt nachhaltig bestimmen werden. Zu diesen „großen Themen“ wird künftig die Meinung der LinzerInnen stärker gefragt sein. „Mein Linz“ ist ein neuer zeitgemäßer Beitrag für mehr BürgerInnen-Mitbestimmung in der Landeshauptstadt. „Startschuss“ für das Projekt war am 20. November 2014 im Gemeinderat. Mit einem einstimmigen Beschluss wurde Stadtkommunikation beauftragt, ein Tool zur Online-BürgerInnen-Beteiligung zu konzipieren und umzusetzen.

Sujet Mein Linz - Hafen

Hafencity auf Kurs Richtung Zukunft
Wirtschaftsmotor, Eventlocation, Kulturmeile oder grüner Erholungsraum – der Hafen zählt derzeit zu den interessantesten Gegenden der Landeshauptstadt. Das Gebiet im Osten der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich und kulturell gut entwickelt. Mit dem Masterplan Hafen der LINZ AG wurden erste Weichen für die Weiterentwicklung bereits gestellt. Der Masterplan konzentriert sich auf den Handelshafen selbst und die unmittelbare Umgebung. Die wirtschaftlichen, städtebaulichen und kulturellen Impulse sollen aber über die Grenzen des Stadtviertels hinausgehen.

Der Hafen soll Treffpunkt für Kultur, Öffentlichkeit und Industrie werden. Durch das „Überlagern“ einer öffentlichen Kulturachse auf den Dächern der Gebäude und Hallen mit dem Hafenbetriebsgelände „im Erdgeschoß“ entsteht eine doppelte Nutzungsmöglichkeit der Verlandungsfläche des Hafenbeckens 2. Diese ist Betriebsgelände und öffentlicher Raum mit Zugang zum Wasser zugleich - ein einzigartiges Konzept. Hafenturm und Hafenportal sollen die neuen Wahrzeichen der Hafencity werden.

Um Ideen für die Zukunft des Hafens besser einzuordnen, diskutieren und bewerten zu können, ist das Thema auf www.meinlinz.at in fünf Bereiche unterteilt: Arbeit & Wirtschaft, Kultur & Events, Mobilität & Infrastruktur, Sport & Freizeit, Leben & Wohnen. Daneben besteht die Möglichkeit, sonstige Ideen einzubringen, die sich nicht genau einem Bereich zuordnen lassen.

 

Unternehmensgruppe Linz mit an Bord
Für das Thema Hafen wurden die wichtigsten Player an der Donau aus der Unternehmensgruppe der Stadt Linz an Bord geholt. Allen voran die LINZ AG, die mit ihren Aktivitäten und dem Masterplan entscheidend zur Weiterentwicklung des Stadtviertels beiträgt. Daneben sind der Posthof als kulturelles Zentrum, die Tabakfabrik als kreativwirtschaftliche „Brücke“ in den Hafen und die GWG als Wohnungsgesellschaft vor Ort eingebunden.

 

Direkt mit Politik und ExpertInnen diskutieren
Das Thema Hafencity steht für zwei Monate online zur Diskussion. Neben den UserInnen sind auch StadtpolitikerInnen und ExpertInnen aus den Themenbereichen eingeladen, an der Online-Diskussion teilzunehmen. MitarbeiterInnen der Stadtkommunikation kümmern sich um die Moderation, die einen fruchtbaren Ideen-Findungsprozess ermöglichen soll. Am Ende des digitalen Diskussionsforums steht ein Abschlussbericht, der alle Inhalte zusammenfasst. Das Resümee wird veröffentlicht und dient der Politik als zusätzliche Entscheidungshilfe bei wichtigen Zukunftsthemen.

 

Mitmachen zahlt sich aus
Eine ExpertInnen-Jury wählt am Ende die beiden besten Ideen aus. Auf den „hellsten Kopf“ wartet als Hauptpreis eine Special-Hafenrundfahrt mit Familie und Freunde, zur Verfügung gestellt von der LINZ AG. Darüber hinaus eine Einladung ins Rathaus, um die Idee der Stadtpolitik zu präsentieren. Die zweitbeste Idee bekommt ein Longboard, bereitgestellt von Iriedaily. Für die Plätze drei bis zehn stehen Goody-Bags von LINZ AG, Posthof, GWG, Tabakfabrik und AEC bereit. Die aktivsten UserInnen mit der meisten Punktezahl werden damit belohnt.

Screenshot MeinLinz

Das kann „Mein Linz“
Die neue Online-Plattform wurde in Zusammenarbeit mit der Linzer Web-Schmiede Cyberhouse entwickelt. Design und Handling des Online-Tools sind übersichtlich und intuitiv, um möglichst allen Altergruppen und auch weniger Web-Kundigen den Weg zur neuen virtuellen Beteiligung zu ebnen. NutzerInnen können sich unter Angabe weniger Pflichtdaten registrieren. Nach Erhalt eines Bestätigungsmails haben sie sofort die Möglichkeit, ihre Ideen und Kommentare direkt zu posten – rund um die Uhr. Um die eigenen Standpunkte besser zu verdeutlichen, können neben dem Text-Posting auch Fotomaterial, Dateien hochgeladen und Links etwa auf Videos, wie Youtube, gesetzt werden. „Mein Linz“-UserInnen werden automatisch via Mail informiert, wenn es zu ihren Ideen Reaktionen gibt. Weiters ist es möglich, Favoriten zu setzen, um bei interessanten Themengebieten immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Plattform ist in Responsive Webdesign umgesetzt, das heißt, es besteht eine optimierte Darstellung für mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablet. Eine App ist nicht geplant, da die Einbindung von Smartphone-Kameras via Applikation nicht eine derartige Bedeutung zukommt, wie etwa bei Mängel-Meldeplattform „Schau auf Linz“. Dort muss es für UserInnen möglich sein, auf schnellem Wege ein Foto mit einem Problem zu posten.

„Mein Linz“ steht auch ohne Registrierung offen. Alle Inhalte können von BesucherInnen aktuell eingesehen und Diskussionen mitverfolgt werden. „Mein Linz“ ist nachhaltig konzipiert. Die Plattform kann vergleichsweise einfach für neue Themen geändert werden. Abgelaufene Projekte wandern in ein Archiv, wo sie zur Gänze öffentlich einsehbar bleiben, jedoch nicht mehr verändert werden können.

 

Was passiert mit den Ergebnissen?
Ziel der Plattform ist es, durch Beiträge und Diskussion von UserInnen, Politik und Fachleuten gemeinsam neue Ideen für die zukünftige Entwicklung der Stadt zu finden. „Die Ergebnisse aus der Plattform bilden eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage für die Stadtpolitik und sollen bei der Planung neuer Projekte im Vorfeld einfließen“, erklärt Luger. Er betont gleichzeitig aber, dass der neue Online-Kanal keine repräsentative Umfrage darstellt oder bestehende Mittel der Stadt für direkte Demokratie wie etwa eine Volksabstimmung ersetzt. „Es geht uns darum, neue Denkanstöße für zukünftige Herausforderungen und Entwicklungschancen zu erhalten“, stellt Bürgermeister Luger klar.

 

www.meinlinz.at betritt österreichweit Neuland
Mit dem neuen Projekt zur Online-BürgerInnenbeteiligung nimmt Linz eine Vorreiterrolle in diesem Segment ein. „Österreichweit gibt es in keiner Landeshauptstadt bis dato ein vergleichbares, so vielseitig einsetzbares Web-Tool“, erklärt Projektleiter Tröbinger. Derartige Online-Plattformen zur Sammlung von Ideen sind derzeit vor allem bei internationalen Unternehmen „intern“ zur besseren Vernetzung von MitarbeiterInnen eingesetzt, die auf der ganzen Welt verstreut gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Daneben greifen bereits auch einige deutsche Kommunen auf solche digitalen Beteiligungsmöglichkeiten zurück.

 

„Mein Linz“ und „Schau auf Linz“ – zwei verschiedene Plattformen
Die beiden Online-Kanäle der Stadt ergänzen sich. Während www.schau.auf.linz.at weiterhin die Meldeplattform für Mängel ist, geht es bei www.meinlinz.at um Zukunftsthemen der Stadt. Auf den Startseiten der beiden Web-Angebote verweisen Links jeweils auf die andere Plattform. Die oderatorInnen der Portale verweisen darüber hinaus UserInnen mit Ideen bei „Schau auf Linz“ oder Mängelmeldungen bei „Mein Linz“ an die jeweils andere Stelle.

 

Erfolgsgeschichte „Schau auf Linz“
Dass Bedarf nach weiteren interaktiven Online-Anwendungen der BürgerInnen besteht, zeigt die städtische Web-Plattform „schau.auf.linz.at“. Das Anfang 2013 gestartete Projekt samt App besuchen im Schnitt täglich etwa 600 UserInnen. Ein professionelles Team im Magistrat bearbeitet die Nachrichten und leitet sie an die passende Dienststelle im Rathaus weiter. Mehr als die Hälfte der Anfragen kann positiv beantwortet und später umgesetzt werden. Die anderen Anregungen werden an die zuständigen Stellen wie etwa Land OÖ, LINZ AG oder Polizei weitergegeben und dort bearbeitet.

Auch über die Stadtgrenzen hinaus hat „schau.auf.linz.at“ für Aufmerksamkeit gesorgt. Aus Vorarlberg kam die erste Anfrage einer anderen Gemeinde und seit 2014 ist dort „Schau auf Bregenz“ mit App und Website online. Ähnliche Dienste gibt es auch in anderen Städten, aber das Design aus Linz und die einfache Nutzbarkeit scheint zu überzeugen. Die Plattform ist auch in Oberösterreich auf reges Interesse gestoßen. Puchenau hat sich das Linzer Tool bereits angesehen und plant eine Umsetzung.
Für „schau.auf.linz.at“ wurde die Stadt mit dem eAward 2013 ausgezeichnet. In der Kategorie „Verwaltung“ konnte die Plattform als eine von insgesamt sieben Nominees die unabhängige ExpertInnen-Jury überzeugen und sich den 2. Preis sichern.


Behind the Smart World

06.05.2015

Behind the smart world

22 Festplatten Ausgangspunkt und Rohmaterial für künstlerische Forschung

Folder Veranstaltung

 

Wann:
Do, 21.05.2015 - 19:00
Fr, 22.05.2015 - 17:00

 

Wo: KunstRaum Goethestrasse xtd
Goethestr. 30, 4020 Linz

Im ersten "Art Meets Radical Openness Forschungslabor" arbeiten Andreas Zingerle und Linda Kronman (kairus.org) im Rahmen einer servus.at Artist in Residence 2015 an ihren aktuellen künstlerischen Forschungsfragen. Die beiden Künstler_innen haben 2014 die weltgrößte Elektroschrotthalle „Agbogbloshie“ in Ghana besucht und 22 Laptop- und Computerfestplatten gekauft. Diese 22 Festplatten sind Ausgangspunkt und Rohmaterial für die künstlerische Forschung im Rahmen dieser Residency.

Eine zweitägige öffentliche Veranstaltung im KunstRaum Goethestrasse xtd bietet die Gelegenheit für Interessierte mehr über die Hintergründe und Entwicklung des Projekts "Behind the smart World"
zu erfahren.

 

Donnerstag, 21.05.2015
19:00-22:00
Am ersten Tag der Veranstaltung reflektieren die Künstler_innen mit ausgewählten Expert_innen Fragen zu Verwertbarkeit und Wiederherstellung von vergessenen Daten und Informationen und diskutieren mögliche davon ausgehende Gefahren.

Can Sinitras (Geschäftsführer ECS Global GmbH)
Die Firma ECS Global GmbH analysiert und reaktiviert kaputte Datenträger. Can Sinitras unterstützte uns bei der Wiederherstellung der Daten auf den gekauften Festplatten.

Uwe Sailer (Datenforensiker)
Lebt und arbeitet in Linz. Er gilt als erster Sachverständiger für forensische Datensicherung, Datenrekonstruktion und Datenauswertung und arbeitet mit seinem Team hauptsächlich für Gerichte.
Fieke Jansen (Daten-broker Expertin – Tactical Tech Collective)
Fieke Jansen ist eine Forscherin und Journalistin, die sich für mehr Transparenz in der globalen Datenindustrie einsetzt. Zur Zeit ist sie Projektleiterin des "Politics of Data" Programmes des Tactical Technology Collectives, dass sich als internationale Organisation für Informations- und Netzaktivismus einsetzt.

Freitag, 22.05.2015
17:00-22:00
Der zweite Tag der Veranstaltung ist neun lokalen und internationalen Künstler_innen gewidmet. Andreas Zingerle und Linda Kronman haben diese Künstler_innen eingeladen sich an dem Forschungslabor in Linz zu beteiligen. Mit der öffentlichen Präsentation im Kunstraum startet der Aufenthalt in Linz.
Freitagabend präsentieren die Künstler_innen ihre bisherigen Arbeiten und stellen mögliche Überlegungen im Zusammenhang mit dem Projekt "Behind the smart World" vor.


Das neue Arbeiten im Netz – Seien Sie mit dabei!

24.04.2015
meral_akinhecke

Datum: 2.6.2015
Uhrzeit: 18 bis 20 Uhr
Ort: Wissensturm, Linz

Durch die zunehmende Digitalisierung verändert sich die Art und Weise, wie wir unsere Freizeit verbringen und beeinflusst unsere Arbeitsweise. Meral Akin-Hecke von WerdeDigital.at informiert über die Chancen, die diese Veränderung mit sich bringt.

Ein gelungenes Beispiel für digitale, virtuelle Zusammenarbeit ist der Leitfaden „Das neue Arbeiten im Netz“. Mehr als 60 AutorInnen aus ganz Österreich haben sich mit ihrer Expertise beteiligt. Der Leitfaden ist als Buch oder gratis als e-book bzw. PDF erhältlich. leitfaden.werdedigital.at

Ein Leitfaden ist ja ganz praktisch, aber Sie können ihm keine Fragen stellen. Meral Akin-Hecke wird daher auch ein anderes Tool der Wissensvermittlung vorstellen: Webinare.

Webinare sind interaktive Seminare, die über das Internet in Form einer Videokonferenz stattfinden. ModeratorInnen und TeilnehmerInnen kommunizieren über Video, Audio und Chat miteinander. Man ist dadurch ortsunabhängig (keine Anreise notwendig) und man kann sich die Aufzeichnungen auch im Nachhinein noch ansehen (zeitunabhängig).

Seit April steht die Webinar-Reihe „Das neue Arbeiten im Netz“ wöchentlich und kostenlos zur Verfügung. Hier erfahren Sie u.a. mehr über digitale Amtsgeschäfte, Soziale Netzwerke sowie Zusammenarbeit und Kommunikation. Sie können auch einfach anonym teilnehmen und nur zusehen. Probieren Sie es gleich aus und berichten Sie von Ihren Erfahrungen! webinare.werdedigital.at

WerdeDigital.at ist Österreichs Offensive, um die digitale Kluft zu schließen. Sie bündelt zahlreiche Aktivitäten und Informationen, die zum digitalen Kompetenzerwerb der Bevölkerung beitragen. WerdeDigital.at zeigt die Vorteile digitaler Medien auf, weist auf Risiken hin und vermittelt den sicheren Umgang.

Meral Akin-Hecke

Mag.a Meral Akin-Hecke ist Österreichs erste Botschafterin für digitale Medienkompetenz und Initiatorin von WerdeDigital.at.

Sie wurde 2013 vom Bundeskanzleramt zum “Digital Champion Austria” bestellt – eine Initiative der EU Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes. Ihre Aufgabe ist es, möglichst vielen ÖsterreicherInnen den Weg ins Netz zu ebnen und sie beim Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.

2007 gründete sie Digitalks, um EndanwenderInnen und Firmen über neue digitale Technologien, Social Media und mobiles Arbeiten aufzuklären.

Zuvor war die Wirtschaftsinformatikerin bei SAP Österreich und ORF tätig.

https://digitalchampion.at
https://werdedigital.at


Internet an Schulen

21.04.2015

Internet an Schulen

Otto-Glöckel-Schule CCbysa_Hans Koberger

Digitale Fähigkeiten der Linzer Kinder fördern

Digitale Technologien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch in den Schulen nimmt der Einsatz von Lern-Software und Internet laufend zu und fördert so den frühzeitigen Aufbau der digitalen Kompetenzen bei den SchülerInnen. Ziel für die Stadt Linz ist es daher, diese Entwicklung zu fördern und als Schulerhalterin dafür in den Linzer Pflichtschulen auch die technischen Voraussetzungen bereit zu stellen. Dafür wurde in den letzten Jahren bereits die EDV-Ausstattung an den Linzer Pflichtschulen modernisiert. Um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein, unterzieht die Stadt Linz in Zusammenarbeit mit dem städtischen IT-Dienstleister IKT die vorhandene Infrastruktur an allen Linzer Pflichtschulen nun einer Neubewertung. Auf Basis dieses Ergebnisses soll bis Jahresende eine langfristige und zukunftsweisende IT-Strategie für die Linzer Pflichtschulen, die aktuelle Entwicklungen und Bedarfe berücksichtigt, erarbeitet und in der Folge sukzessive umgesetzt werden.
„Wir haben in den letzten Jahren bereits einiges für die Modernisierung der EDV-Ausstattung an unseren Schulen getan. Die derzeit laufende Evaluierung soll Basis für eine umfassende IT-Strategie sein, damit sowohl Lehrinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler bestmögliche Voraussetzungen vorfinden.“
Bildungsreferentin Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger

„Wir wollen mit der digitalen Infrastruktur an unseren Pflichtschulen am Puls der Zeit bleiben. Deshalb evaluieren wir die bestehende Hardware und Software. So fördern wir die Linzer Kinder bereits früh beim Erwerb der digitalen Kompetenzen.“
Liegenschaftsreferent Vizebürgermeister Christian Forsterleitner

Mit zahlreichen Angeboten wurde in Linz in den letzten Jahren bereits ein österreichweit einzigartiges Angebot an „digitalen Gemeingütern“ (Open Commons) geschaffen. Der intensive Ausbau von Internet-Hotspots an öffentlichen Plätzen im gesamten Stadtgebiet und an wichtigen Haltestellen, Gratis-WLAN in Straßenbahnen und an Badeseen, die kostenlose Bereitstellung von Gratis-Webspace („Public Space Server“) für die Linzerinnen und Linzer und der Zugang zu offenen Verwaltungsdaten (Open Government Data) sind europaweit beispielgebend und unterstreichen die Modernität und Zukunftsorientierung der Stadt Linz.

Förderungen digitaler Kompetenz: Potenziale & Gefahren rechtzeitig erkennen

Auch im Schulunterricht nimmt die Bedeutung von Lern-Software und Internet als unterstützende Lernmittel laufend zu. Die Linzer Kinder wachsen mit digitalen Technologien auf, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Damit aufzuwachsen heißt aber noch nicht, damit umgehen zu können. Sich trittsicher durch das World Wide Web zu bewegen und diese Technologien kompetent zu nutzen, sind wichtige Erfolgsfaktoren geworden. Gleichzeitig können digitale Technologien auch Gefahren in sich bergen. Wichtig ist daher, den richtigen Umgang von Anfang an zu lernen, Hemmschwellen abzubauen und die Freude daran zu entdecken. Der Einsatz dieser ergänzenden Instrumente im Unterricht fördert den frühzeitigen Aufbau der digitalen Kompetenzen bei den SchülerInnen. Mehr denn je sind damit ihre beruflichen Chancen und eine selbstbestimmte und umfassende Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verbunden. Sie ist eine entscheidende Voraussetzung für Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.

Um junge Mädchen über Gefahrenpotenziale Neuer Medien zu informieren, bietet das Frauenbüro der Stadt Linz daher speziell auf Schülerinnen der 2. und 3. Klasse der Neuen Mittelschulen zugeschnittene Workshops der Initiative SaferInternet an. Ziel der Workshops, die am 9. April 2015 in der NMS Stelzhammerschule starteten, ist, dass die Schülerinnen sich sicher und kompetent im Internet bewegen und über etwaige Gefahren Bescheid wissen.

Bildungsstadt Linz: 10.300 PflichtschülerInnen in 57 städtischen Schulen

Linz zählt im Schuljahr 2014/15 insgesamt rund 42.000 SchülerInnen. Davon besuchen rund 10.300 Kinder eine von insgesamt 57 allgemeinbildenden öffentlichen Pflichtschulen (Volksschule, Neue Mittelschule, Polytechnische Schule oder Sonderschule).

Seit 2009 hat die Stadt Linz ca. 1,2 Millionen Euro in die Modernisierung der EDV Ausstattung plus Service an den Linzer Pflichtschulen investiert. Alleine im laufenden Schuljahr wurden beispielsweise 238 PCs durch neuere Modelle ersetzt sowie 40 iPads angekauft. Auch digitale Schultafeln sind in einzelnen Linzer Pflichtschulen bereits im Einsatz.

Zukunftsweisende IT-Strategie für Linzer Pflichtschulen

Wie in vielen anderen Bereichen will die Stadt Linz als Schulerhalterin die Entwicklungen und Neuerungen im IT-Bereich fördern und dafür in den Linzer Pflichtschulen auch die technischen Voraussetzungen bereitstellen. Dazu bedarf es neben grundlegenden Anforderungen an die Gebäudeausstattung (Verkabelung) auch einer entsprechenden Hardware- und Softwareausstattung sowie einer laufenden IT-Betreuung. Insgesamt soll so ein Fundament geschaffen werden, die „IT-Kompetenz“ der Linzer Kinder frühzeitig zu stärken und moderne Voraussetzungen für Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen.

Aus diesem Grund wurde der Informatik-Lenkungsausschuss (ILA) der Stadt Linz bereits mit der Evaluierung der aktuellen technischen Voraussetzungen in den Linzer Pflichtschulen beauftragt. Auf Basis dieses Berichts soll bis Jahresende eine langfristige, auf die jeweiligen Schultypen abgestimmte IT-Strategie für die Linzer Pflichtschulen ausgearbeitet werden, die aktuelle Entwicklungen und Bedarfe berücksichtigt.

Fahrplan für eine moderne IT-Infrastruktur an Pflichtschulen

Schritt 1: Evaluierung bestehender Hardware
In einem ersten Schritt erfolgt eine umfassende Darstellung der Gebäudeausstattung (Verkabelung), der aktuellen Verwendung der Endgeräte sowie der Anforderungen nach Schultyp im Abgleich mit modernen pädagogischen Ansätzen im Sinne einer erweiterten „Bestandsaufnahme“.

Schritt 2: Festlegung künftiger Anforderungen
In den Schulen sind die IT-Arbeitsplätze mit unterschiedlicher Hard- und Software ausgestattet (z.B. Direktion, LehrerIn, SchülerIn, Bibliothek). Für diese Computer-Arbeitsplätze werden in einem zweiten Schritt die künftigen Anforderungen individuell erhoben und aktualisierte Standards festgelegt. Beispielsweise, ob an einem konkreten Arbeitsplatz ein Drucker oder Scanner erforderlich ist, oder welche Anwendungssoftware (z.B. Textverarbeitung, Bildbearbeitung) benötigt wird.
Basierend auf dieser konkreten Ausgestaltung der IT-Arbeitsplätze werden die dafür erforderlichen Verkabelungen und Netzwerke festgelegt. Dabei wird auch berücksichtigt, dass bereits jetzt in der Schule verstärkt mobile Endgeräte wie Notebooks, Tablets, Beamer verwendet werden.

Schritt 3: Festlegung & Bewertung künftiger Software-Ausstattung
Die Anwendungsprogramme an Linzer Schulen bestehen derzeit in einer Mischung aus proprietärer (z.B. MS Office) und freier Software (z.B. Open Office). In Zusammenarbeit des städtischen IT-Dienstleisters IKT mit Schule und Sport Linz sollen dabei zwei Umsetzungsvarianten geprüft werden: Zum einen der Ausbau bzw. Einsatz von freier Software (Variante 1). Zum anderen ein Fortschreiben der jetzigen Mischform von Windows als Betriebssystem und dem gemischten Einsatz von proprietärer und freier Anwendungssoftware (Variante 2).
Variante 1 (Einsatz von freier Software soweit wie möglich) wird in einem Pilotprojekt für Direktion, Lehrkörper und SchülerInnen auf ihre Praxistauglichkeit im Unterricht getestet. Ausgenommen davon ist die Software zur Abwicklung administrativer Aufgaben mit den Schulbehörden (z.B. Landesschulrat).


Duncan McLaren

02.04.2015

Sharing Cities:

An urban commons for the digital age

Die Zukunft der Menschheit ist urban - gleichzeitig ermöglicht und erfordert die Natur von urbanen Räumen das Teilen von Ressourcen, Güter, Dienstleistungen und Erfahrungen. Während in modernen Städten die traditionellen Formen des Teilens durch gesellschaftliche Fragmentierung und Kommerzialisierung von öffentlichen Bereichen ausgehölt wurden, tauchen mehr und mehr neue Formen davon in unserem digitalen Zeitalter in den hochvernetzten physischen und digitalen Räumen von Städten auf.

Vor diesem Hintergrund erforscht McLaren die Möglichkeiten und Risiken im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Solidarität und Gerechtigkeit. Dabei schlägt er ein neues Paradigma für ein kommunales Teiles vor, das tiefer geht als die kommerzielle Begeisterung für eine Sharing Economy à la Uber oder Airbnb. Zugleich muss dabei das Teilen der Stadt selbst wieder in den Mittelpunkt der städtischen Regierungen rücken. McLaren skizziert dabei, wie Städte, die authentisch teilen, Werte und Normen in Richtung Vertrauen und Kollaboration prägen, bürgerschaftliches Engagement und politischen Aktivismus ermächtigen und zum Wiederaufbau der urbanen Gemeingüter beiträgt. Wirkliche Smart Cities können dadurch der Absenkungsspirale von Wettbewerb und der Abgrenzung und gesellschaftlichen Teilung entkommen, indem sie Sharing Cities werden.

Vortrag in englischer Sprache.

Bild von Duncan McLaren

Foto: Duncan McLaren

Duncan McLaren

Duncan McLaren, ehemaliger Geschäftsführer von Friends of the Earth Scotland, ist Leiter von McLaren Environmental Research and Consultancy. Er berät private, öffentliche und gemeinnützige Organisationen zu den Themen Engerie, Klimawandel, die Zukunft der Städte und nachhaltige Entwicklung. McLaren arbeitet zudem Teilzeit als PhD an der Universität Lancaster. Er ist zusammen mit Julian Agyeman Co-Autor von "Sharing Cities: A case for truly smart and sustainable cities", das Ende 2015 in MIT Press veröffentlicht wird.

Duncan McLaren auf Twitter


ARCHIV

Yannick Haan

Mehr Infos zu Yannick Haan
02.04.2015 - Yannick Haan
Ob Urban Gardening, Occupy, Flashmobs, Geocoaching, Proteste, Urban Art  oder urbane Datenvisualisierung – immer mehr zeigt sich: Wir sind die Stadt! Von vielen unbemerkt werden die Städte aktuell komplett umgekrempelt.... Zum Beitrag Yannick Haan

Airi Lampinen

Mehr Infos zu Airi Lampinen
02.04.2015 - Airi Lampinen
Die Sharing Economy ist ein aufkommendes Phänomen, das den Gebrauch von vernetzten Arbeitsmitteln umfasst, um eine Reihe an sozialen und ökonomischen Tauschgeschäften zu ermöglichen, wie beispielsweise gegenseitige Gastfreundschaft, Fahrgemeinschaften oder... Zum Beitrag Airi Lampinen

Marcus M. Dapp

Mehr Infos zu Marcus M. Dapp
02.04.2015 - Marcus M. Dapp
Viele Städte stehen nicht nur den neuen Anforderungen der Digitalisierung, sondern auch der Öffnung und BürgerInneninteraktion gegenüber. Bevölkerung und Unternehmen äußern zunehmend Unverständnis, wenn »ihre« Stadt sich nicht genug fortschrittlich... Zum Beitrag Marcus M. Dapp

Gerin Trautenberger

Mehr Infos zu Gerin Trautenberger
02.04.2015 - Gerin Trautenberger
Der Begriff des Post-Digitalen beschreibt eine Gesellschaft, die von elektronischen und digitalen Prozessen durchdrungen ist. In dieser Gesellschaft ist das Digitale allgegenwärtig und hat die Produktion von Gütern, unsere sozio-ökonomische... Zum Beitrag Gerin Trautenberger

Lucia Malfent und Johanna Stieblehner

Mehr Infos zu Lucia Malfent und Johanna Stieblehner
02.04.2015 - Lucia Malfent und Johanna Stieblehner
Globalisierung und Digitalisierung führen auch in der Wissenschaft zu weitreichenden Veränderungen: Als erste Forschungsorganisation Österreichs startet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die Initiative Open Innovation in Science, bei der die gezielte... Zum Beitrag Lucia Malfent und Johanna Stieblehner

Simone Mathys-Parnreiter

Mehr Infos zu Simone Mathys-Parnreiter
02.04.2015 - Simone Mathys-Parnreiter
ja, nein, wie? Crowdfunding ist als neue und alternative Finanzierungsmöglichkeit auf dem Vormarsch. Für Gemeingüter ist sie besonders spannend, weil die Community im Kern des Anliegens wie der Finanzierung steckt.... Zum Beitrag Simone Mathys-Parnreiter