Open X


OC15

02.04.2015

Meines, Deines,

Unseres

Teilen in einer individualisierten Gesellschaft

Zum vierten Mal veranstaltet OPEN COMMONS LINZ den Kongress zu aktuellen Themen rund um digitale Gemeingüter. 2015 steht der Kongress unter dem Titel “MEINES, DEINES, UNSERES – Teilen in einer individualisierten Gesellschaft”. In einer digitalen Wissensgesellschaft stellen sich neue Fragen: Welche Veränderungen bringen die jungen Möglichkeiten des Teilens in unserer individualisierten Gesellschaft? Welche neuen Formen von Gütern gibt es und welche digitalen Gemeingüter sind für Kommunen von Relevanz? Wie können wir Ressourcen gerecht verteilen? Und wie finanzieren wir sie? Wem steht geistiges Eigentum in einer Remixgesellschaft zu? Wird individuelles Teilen in der Share Economy privatisiert? Müssen wir auf Privatsphäre verzichten, um an einer teilenden Gesellschaft partizipieren zu können? Ist eine Smart City eine Stadt, die teilt? Und wie sieht die offene, digitale Stadt von morgen aus?

29. April 2015

Wissensturm Linz, 15. OG

Programm

9.00 - 9.30 Uhr
Come Together bei Kaffee und Kuchen

 

9.30 - 10.00 Uhr
Begrüßung durch Vizebürgermeister Christian Forsterleitner und Gerald Kempinger (Geschäftsführer der IKT Linz)

 

10.00 - 11.15 Uhr
KEYNOTE: "Sharing Cities: An urban commons for the digital age" (in englischer Sprache)
Duncan McLaren

Track 1 Stadtentwicklung

Track 1:

DiGITALE STADTENTWICKLUNG

11.30 - 12.30 Uhr
"Die neue gespaltene Stadt"
Yannick Haan

 

12.30 - 13.30 Uhr
Mittagspause mit veganen, vegetarischen und fleischhaltigen Leckereien von niu

 

13.30 - 14.30 Uhr
"Herausforderungen für Partizipation in der Sharing Economy" (in englischer Sprache)
Airi Lampinen

 

14.30 - 15.30 Uhr
"Civic Innovation Labs"
Marcus Dapp

 

15.30 - 16.30 Uhr
"Open Data und Daseinsvorsorge - Die neue Rolle des Staates in einer post digitalen Gesellschaft"
Gerin Trautenberger

 

16.30 - 17.00 Uhr
Closing Session Stefan Pawel und Magdalena Reiter

Track 2 - Gemeingüter finanzieren

Track 2:

In Gemeinschaft Investieren -

Gemeingüter finanzieren

11.30 - 12.30 Uhr
"Open Innovation in Science"
Lucia Malfent und Johanna Stieblehner

 

12.30 - 13.30 Uhr
Mittagspause mit veganen, vegetarischen und fleischhaltigen Leckereien von niu

 

13.30 - 14.30 Uhr
"Crowdfunding the Commons - ja, nein, wie?"
Simone Mathys-Parnreiter

 

14.30 - 15.15 Uhr
"Open Source Kreislaufwirtschaft"
Lars Zimmermann

 

15.15 - 16.30 Uhr
Diskussion mit Simone Mathys-Parnreiter (wemakeit.at), Malte Fiala (AXIOM), Karin Hufnagl (Otelo eGen) und David Röthler (PROJEKTkompetenz.eu)
Moderation: Wolfgang Gumpelmaier

 

16.30 - 17.00 Uhr
Closing Session Stefan Pawel und Magdalena Reiter

Anmeldung

Sie können sich ab sofort unter der E-Mail Adresse open.commons@linz.at anmelden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Publikationen

09.01.2015

Hier finden Sie die Publikationen, an deren Entwicklung wir mitgeholfen haben, sowie den Band Freie Netze. Freies Wissen., der zur Entstehung der OPEN COMMONS LINZ maßgebend beigetragen hat. 


Schaufenster

09.01.2015

In Linz gibt es zahlreiche Initiativen und Einzelpersonen, die sich dem Thema Open Knowledge widmen - sei es beispielsweise als ProgrammiererInnen im Bereich Open Source, als GestalterInnen im Bereich Open Design oder als WissenschaftlerInnen im Bereich Open Science.

Dieses Engagement möchte die OPEN COMMONS LINZ unterstützen und die entstandene und entstehende Vielfalt in der Region aufzeigen.

 

Sie haben selbst ein offenes Projekt, das Sie hier gerne sehen möchtest? Dann schicken Sie uns eine formlose Mail und einer Kurzbeschreibung ihres Projekts. Wir freuen uns darauf!


Gerin Trautenberger

02.04.2015

Open Data und Daseinsvorsorge 

Die neue Rolle des Staates in einer post-digitalen Gesellschaft

Der Begriff des Post-Digitalen beschreibt eine Gesellschaft, die von elektronischen und digitalen Prozessen durchdrungen ist. In dieser Gesellschaft ist das Digitale allgegenwärtig und hat die Produktion von Gütern, unsere sozio-ökonomische Lebenswelten und unser Kommunikationsverhalten nachhaltig verändert. Wie verhält sich daher eine Gesellschaft, in der alle Lebensaspekte digital abgebildet werden? Welche Rolle übernimmt der Staat in dieser volldigitalisierten Gesellschaft und wer sind die eigentlichen InnovationstreiberInnen unter diesen veränderten sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen?
Mariana Mazzucato, eine italienische Ökonomin an der University of Sussex, beschreibt in ihrem Ende 2014 auf Deutsch erschienen Buch „Das Kapital des Staates“ wie wichtig ein unternehmerisch gesinnter Staat ist und hält fest: „... der unternehmerisch gesinnte Staat nimmt dem privaten Sektor nicht einfach nur Risiken ab, sondern entwickelt eine Vorstellung von einem Risikoraum und agiert darin mutig und effizient, um Neues voranzutreiben.“ So schreibt Mazzucato der öffentliche Hand einer aktive Rolle zu, die nicht nur Marktversagen korrigiert oder Marktdefizite kompensiert, sondern gestaltend Innovationen vorantreibt und für Unternehmen neue Marktchancen eröffnet.
Der Einsatz von Open Source, Open Data und auch Open Design stellen daher einen wichtigen Aspekt der öffentlichen Beschaffung dar. In der Entwicklung der öffentlichen Wirtschaft und der Entwicklung von neuen digitalen öffentlichen Dienstleistungen stellen offene Ansätze und Methoden einen unschätzbaren Vorteil gegenüber properitären und geschlossenen Plattformen, Methoden und Werkzeugen dar.

Bild von Gerin Trautenberger

Foto: Jürgen Grünwald

Gerin Trautenberger

Gerin Trautenberger arbeitet seit 1992 als Art und Creative Direktor für unterschiedliche Firmen in Europa und USA. 2005 gründete er die MICROGIANTS Industrial Design GmbH für Produkt und Service Design und ist auf Designmanagement und Beratung spezialisiert. Er war 2011-2012 Mitglied der European Design Innovation Initiative, um die Europäische Kommission in Fragen der Innovation und Designpolitik zu beraten. Seit 2013 ist er Vorsitzender der Creativwirtschaft Austria in der WKÖ. Er arbeitet als Kurator für die Wiener Kulturverwaltung und organisiert heuer das vierte ViennaOPEN Festival zu Open Design und einer offenen Stadt.

Gerin Trautenberger auf Twitter


Lars Zimmermann

02.04.2015

Die Wichtigkeit von Open Source oder Openness allgemein für die Entwicklung einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft wird viel zu wenig diskutiert. Nachhaltigkeitsbewegungen und Offenheitsbewegungen laufen nebeneinander her, Berührungen gibt es kaum. Dabei erscheint es absolut unmöglich, eine ökologische, müllfreie Kreislaufwirtschaft ohne offenes Teilen von Wissen, Bauplänen, Rezepturen, Verfahren usw. zu erreichen. Bringt man Openness auf den Plan, verändern sich die möglichen Strategien für jede Nachhaltigkeitsbewegung oder -idee. Neue Perspektiven und Möglichkeiten öffnen sich. Sackgassen können aufgebrochen werden. Auf der anderen Seite kann die Openness- Bewegung viel Fahrt gewinnen mit einer Orientierung in Richtung Nachhaltigkeit. Der Vortrag wird die Frage von Open Source für eine Kreislaufwirtschaft stellen und verschiedene erste inspirierende existierende Beispiele diskutieren sowie Wunschszenarien zeigen.

 

Bild von Lars Zimmermann

Foto: Jenni Ottilie Keppler - ottlie.cc (CC-BY-SA)

Lars Zimmermann

Lars Zimmermann ist Künstler, Open Source Economist und Autor. Seit 2009 entwickelt er Projekte zum Thema Open Source/digitale Medien und Kreislaufwirtschaft. Er ist Mitgründer der OPENiT Agency in Berlin. In seinen aktuellen Projekten beschäftigt er sich mit Geschäftsmodellen für Open Hardware & Open Design, Open Hardware Dokumentations- und Kommunikationstechniken und Open Source Kreislaufwirtschaft.

Lars Zimmermann auf Twitter


Yannick Haan

02.04.2015

Ob Urban Gardening, Occupy, Flashmobs, Geocoaching, Proteste, Urban Art  oder urbane Datenvisualisierung – immer mehr zeigt sich: Wir sind die Stadt! Von vielen unbemerkt werden die Städte aktuell komplett umgekrempelt. Wir entscheiden kollaborativ, welche Nachrichten in der Stadt wichtig sind. Durch das Digitale können wir dem immer härter werdenden Kampf um den urbanen Raum eine kollaborative und offene Stadt entgegen setzen, in der die Politik immer weiter an Macht verliert. Von vielen unbemerkt liegt die neue Macht innerhalb der Städte bei uns digitalen BürgerInnen.

Doch auch diese neue kollaborative Macht kennt leider viele VerliererInnen. Und wenn wir so weiter machen wie bislang, dann führt das Digitale vor allem zu einer Spaltung der Städte. Ein Ausweg aus diesem Dilemma kann nur über den öffentlichen (digitalen) Raum erfolgen.

 

Bild von Yannick Haan

Yannick Haan

Yannick Haan arbeitet bei Wissenschaft im Dialog und ist dort Projektmanager für das Projekt Hack your City!. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag und hat seine Masterarbeit zum Thema "E-Partizipation im Stadtentwicklungsbereich" verfasst. Er ist Autor des Buches Gesellschaft im Digitalen Wandel das im Jahr 2013 bei Friedrich-Ebert-Stiftung erschienen ist. Ehrenamtlich engagiert er sich als Sprecher des Forums Netzpolitik der Berliner und ist Botschafter der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

 


ARCHIV

Gerin Trautenberger

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02.04.2015 - Gerin Trautenberger
Der Begriff des Post-Digitalen beschreibt eine Gesellschaft, die von elektronischen und digitalen Prozessen durchdrungen ist. In dieser Gesellschaft ist das Digitale allgegenwärtig und hat die Produktion von Gütern, unsere sozio-ökonomische... Zum Beitrag Gerin Trautenberger

Lars Zimmermann

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02.04.2015 - Lars Zimmermann
Kreislaufwirtschaft Die Wichtigkeit von Open Source oder Openness allgemein für die Entwicklung einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft wird viel zu wenig diskutiert. Nachhaltigkeitsbewegungen und Offenheitsbewegungen laufen nebeneinander her, Berührungen gibt es... Zum Beitrag Lars Zimmermann

Yannick Haan

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02.04.2015 - Yannick Haan
Ob Urban Gardening, Occupy, Flashmobs, Geocoaching, Proteste, Urban Art  oder urbane Datenvisualisierung – immer mehr zeigt sich: Wir sind die Stadt! Von vielen unbemerkt werden die Städte aktuell komplett umgekrempelt.... Zum Beitrag Yannick Haan

Airi Lampinen

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02.04.2015 - Airi Lampinen
Die Sharing Economy ist ein aufkommendes Phänomen, das den Gebrauch von vernetzten Arbeitsmitteln umfasst, um eine Reihe an sozialen und ökonomischen Tauschgeschäften zu ermöglichen, wie beispielsweise gegenseitige Gastfreundschaft, Fahrgemeinschaften oder... Zum Beitrag Airi Lampinen

Marcus M. Dapp

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02.04.2015 - Marcus M. Dapp
Viele Städte stehen nicht nur den neuen Anforderungen der Digitalisierung, sondern auch der Öffnung und BürgerInneninteraktion gegenüber. Bevölkerung und Unternehmen äußern zunehmend Unverständnis, wenn »ihre« Stadt sich nicht genug fortschrittlich... Zum Beitrag Marcus M. Dapp

Duncan McLaren

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02.04.2015 - Duncan McLaren
Die Zukunft der Menschheit ist urban - gleichzeitig ermöglicht und erfordert die Natur von urbanen Räumen das Teilen von Ressourcen, Güter, Dienstleistungen und Erfahrungen. Während in modernen Städten die traditionellen... Zum Beitrag Duncan McLaren