Zum Seitenanfang

Marcus M. Dapp

Beitragskategorie: Teilen in einer individualisierten Gesellschaft
Beitragstitel: Marcus M. Dapp

Civic Innovation Labs 

Viele Städte stehen nicht nur den neuen Anforderungen der Digitalisierung, sondern auch der Öffnung und BürgerInneninteraktion gegenüber. Bevölkerung und Unternehmen äußern zunehmend Unverständnis, wenn »ihre« Stadt sich nicht genug fortschrittlich zeigt und die Möglichkeiten ausschöpft, um das Zusammenleben in der städtischen Gemeinschaft digital zu verbessern. Häufig aber fehlt das interne Know-how in den neuen Bereichen und externe Ausschreibungen für Unterstützung führen nicht selten zu schweren, langsamen und riskanten Großprojekten. Das entsprechende Risiko versucht man durch Rigidität und kleinteiliges Vorgeben von Anforderungen und pedantischem Kriterienabfragen im Beschaffungsprozess zu »vermeiden«. Die Folgen davon sind ein noch langsameres Voranschreiten der IT und insgesamt wenig innovative Impulse, da neuartige und risikobehaftete Ideen den o.g. Prozess meist nicht überstehen.

Eine Antwort darauf könnte das Konzept der “Civic Innovation Labs” sein. Erste Erkenntnisse aus den Fallstudien zu Mexiko City, Philadelphia, und Boston werden präsentiert und Erfolgsfaktoren identifiziert. Außerdem wird die Frage gestellt, wie die Labs auch bei uns etabliert werden könnten und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Foto von Marcus M. Dapp

Foto: Cornelia Siegenthaler, CC-BY-SA 2015

Marcus M. Dapp

Dr. Marcus M. Dapp hält seit 10 Jahren die Vorlesung »Digitale Nachhaltigkeit in der Wissensgesellschaft« an der ETH Zürich und ist als Berater und Trainer für Organisationen zu strategischen Fragen im Umfeld von Open Source, Open Data, und Open Content tätig. Zuvor war er einige Zeit bei der Stadt München als IT-Stratege tätig und hat mit MOGDy die erste Open Government Initiative einer deutschen Kommune lanciert. Ehrenamtlich ist er Gründungsvorstand der Open Knowledge Foundation Deutschland (e.V.).

Marcus M. Dapp auf Twitter