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Marlis Prinzing

Beitragskategorie: 18. Mai 2018: Unwissenheit frisst Demokratie
Beitragstitel: Marlis Prinzing

Journalismus - Wachhund der Demokratie

Welche Informationen können wir glauben? Wer verfolgt welche Interessen, will uns manipulieren, täuschen? Was geschieht mit unseren persönlichen Daten? Wer will dies verbergen, warum und wie können wir uns wehren?
Für welche Positionen stehen die für Parlamentssitze Kandierenden?
Fragen über Fragen. In einer demokratischen Gesellschaft gibt es eine Antwort-Instanz: Journalismus. Keine Demokratie funktioniert ohne Journalismus, keine Demokratie gelingt ohne Medien. Sie waren immer ihr Bestandsträger.

Heute aber ist dies bedeutsamer denn je – wenn wir nicht zurückfallen wollen in eine Gesellschaft Unmündiger, sondern Gedanken der Aufklärung reloaden als digitale Aufklärung. Handwerklich solider Journalismus ist eine Instanz für Kritik und Reflexion, klärt auf, macht Missstände öffentlich, erklärt, dient als Wachhund, der darauf achtet, dass wir erfahren, was wir wissen müssen, um selbstbestimmt zu leben. Er ist Instanz für steten Dialog mit dem Publikum, für Vertrauen und Wertschätzung.

Foto: (c) Martin Jepp

Dr. Marlis Prinzing ist Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia in Köln und befasst sich schwerpunktmäßig mit Ethik, digitaler Transformation und Innovation. Sie ist Kolumnistin („Der Tagesspiegel“, „Der Standard“), Moderatorin, Buchautorin und Herausgeberin.

 

Sie war u.a. tätig als Projektleiterin am Europäischen Journalismus-Observatorium der Universität Lugano, Gastprofessorin in Riga (Lettland).
Sie promovierte mit einer Unternehmens- und Branchenanalyse (ABB-Wissenschaftspreis 2000).

Web: www.marlisprinzing.de · Twitter: @marlisprinzing