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Das war Jugend hackt 2019

Beitragskategorie: Hackathon 2019
Beitragstitel: Das war Jugend hackt 2019

Bei Jugend hackt Österreich 2019 stand das Wochenende ganz im Zeichen von hacken, tüfteln und erfinden zur Verbesserung der Umwelt. Rund 40 Nachwuchshacker*innen setzten in nur zweieinhalb Tagen ihre Visionen für Umweltschutz, Gesundheit und Zusammenleben um.


Ein Rundflug durch den Hackathon
Aufnahme: Roland Jankowski

Bei der öffentlichen Präsentation in der Tabakfabrik Linz konnte man sich von der Kreativität der jungen Hacker*innen und der hohen technischen Qualität der Ergebnisse überzeugen.

Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zeigt sich begeistert: „Ausdrücklichen Respekt den Teilnehmer*innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die unermüdlich kreativ und ergebnisorientiert gearbeitet haben und Dank Zeitumstellung auch diese gewonnene Stunde zu nutzen wussten.“

 

 

Foto: Petra Moser (CC BY 4.0)

 

Originelle Projekte als Ergebnis

So entstanden in nur zweieinhalb Tagen und mit Unterstützung technisch versierter Mentor*innen originelle mobile Apps, digitale Anwendungen und Hardwareprojekte.

Die Kartenapplikation „ÖGÖ – Österreichs Grüne Öffis“ etwa schlägt umweltfreundliche Fortbewegungsmittel vor und trägt so zur erhöhten Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln bei. Mit Filtern und Routenplaner können so begeisterte oder neue Öffi-Nutzer*innen ihre umweltfreundlichen Fahrpläne zusammenstellen. Der Einsatz der freien Kartenapplikation „Open Street Map“ und die Kombination mit offenen Verkehrsdaten zeigt, welchen Nutzen freie (Software-)Lizenzen haben können.

„Healthy Eating“ hingegen bringt bei Gusto auf Ungesundes gesunde Alternativen und Rezepte aufs Handy. Ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen: Die App führt durch den kulinarischen Alltag und lädt ein, doch einmal etwas Neues zu probieren. Die Rezeptvorschläge folgen dabei der Faustformel für gesunde und ausgewogene Ernährung der österreichischen Ernährungsexpertin Sasha Walleczek.

Die Plattform www.fridays.cf versammelt automatisiert, auf unterschiedliche Plattformen verteilte, Informationen zu Fridays for Future auf einer Seite und bietet so einen umfassenden Überblick. Denn so aktiv die Communities sind, fehlte es bisher an gemeinsamen Auftritten. So kann man sich auf nur einer zentralen Seite über alle FFF-Demonstrationen auf der ganzen Welt informieren. Daneben wird ein Entschuldigungsgenerator bereitgestellt, mit dem die Schulleitung über das Fehlen bei einer Demoteilnahme informiert werden kann. Jetzt sogar auch als mobile App auf F-Droid und im Google Playstore kostenlos für Android erhältlich!

Einfach, aber wirkungsvoll ist der Baumpflanzbot, der sich das Versprechen der ökologischen Suchmaschine Ecosia zunutze macht, bei Suchanfragen Bäume zu pflanzen. Ab sofort ist händisches Suchen nicht mehr nötig, denn der Bot stellt automatisch Suchanfragen und pflanzt auf diese Weise Bäume.

Mit der „Open Weather Station“ können Umweltdaten gemessen und ins Internet übertragen werden. Das Open-Hardware-Projekt wurde mit dem offenen Mikrocontroller Arduino und zusätzlichen Sensoren realisiert und zeigt, wie schnell und kostengünstig sich jede*r ein genaues Bild über seine unmittelbare Lebensumgebung machen kann.

Das Projekt „Parlament 360“ stellt die Anwesenheitszeiten der EU-Parlamentarier*innen in den Fokus und visualisiert daneben auch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Fraktionen. Auf einen Blick wird ersichtlich, wer oft Abstimmungen schwänzt und in wie weit das Gesagte mit den tatsächlichen Abstimmungen in Einklang steht. Auf diese Weise zeigt „Parlament 360“, wie vertrauenswürdig unsere politischen Vertreter*innen sind.

Der Online-Chat „SimpleChat“ legt besonderen Wert auf Datenschutz und hält, was der Name verspricht. Er ist nicht nur einfach, sondern funktioniert auch über rein private Server, sodass sichergestellt wird, dass niemand deine Daten absaugt.

Die mobile „VocApp“ schließlich macht durch ein ausgeklügeltes Quiz-System Lernen zum Kinderspiel. Ob alleine oder im „Wettbewerb“ mit Freund*innen bietet die App umfangreiche Funktionen, die Anreize zum Lernen schaffen. In einer nächsten Version soll das Entsperren des eigenen Handys etwa von der richtigen Beantwortung der Frage abhängig gemacht werden. Lernen at its best!

Sehen und staunen: Die Projektpräsentationen zum Nachsehen