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Ein elektronisches Beschilderungssystem für jeden Einsatz

Beitragskategorie: Mit Innovation die Stadt verbessern
Beitragstitel: Ein elektronisches Beschilderungssystem für jeden Einsatz
Vier Schüler der HTL Perg möchten Beschilderungen jeglicher Art revolutionieren. Egal ob das Preisschilder im Supermarkt sind oder es um die Beschriftung von Büro- oder Klassenräumen geht: das „Internet of Things“ macht vor Beschilderungen nicht halt. Und weil es tatsächlich viel zu beschildern gibt, wurde ein Prototyp für ein energiesparendes E-Paper Display entwickelt, dessen Aufschrift per Internet verändert werden kann. Der pragmatische und nützliche Ansatz und die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten hat die Jury des städtischen Wettbewerbs „Mit Innovation die Stadt verbessern“ überzeugt: Die Beteiligten Philipp Diesenreither, Benjamin Ellmer, Fabian Lange und Simon Straßer errangen dabei den dritten Platz.

Das Projektteam der HTL Perg (Foto: Petra Moser)

Ausgangspunkt war ein Schulprojekt: durch einen Lehrer mit dem Wissen über die nötige Technologie ausgestattet begann man mit der Entwicklung eines ersten Prototypen, der in mehreren Schritten verbessert wurde. Das erste naheliegende Einsatzgebiet, das man vor Augen hat, sind Schulklassen: Auf dem Display kann bspw. die jeweilige Klasse, der momentane Unterrichtsgegenstand, der Name des Lehrers/der Lehrerin, ob gerade ein Test stattfindet, und vieles mehr angezeigt werden.

Bei der Entwicklung waren mehrere technische Herausforderungen zu meistern: Wie kann Energiesparsamkeit optimiert werden, auf welchem Wege werden Daten am einfachsten und sichersten übertragen, wie lässt sich die Datenübertragung auch für eine große Anzahl von Displays gewährleisten und wie gut eignen sich Einzelkomponenten unter diesen Gesichtspunkten für ihren jeweiligen Zweck? Das sind nur einige der Fragen, mit denen die Schüler konfrontiert waren.

Entstanden ist ein dabei eine Diplomarbeit, die nicht nur eine detaillierte Beschreibung, sondern auch konkrete Baupläne enthält. So kann nun die breite Öffentlichkeit auf die Ergebnisse zugreifen und den Prototypen für den eigenen Bedarf adaptieren. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Motiviert durch den Erfolg beim Wettbewerb möchte die Gruppe nun auch weiter an dem Projekt arbeiten und es verbessern. Eine ambitionierte Idee dabei ist die Nutzung einer neuen Sensoren- und Übertragungstechnologie, mit der zentral und über große Strecken hinweg die Displays auch in Gebieten ohne Internetanbindung bespielt werden können.

Wir wünschen viel Erfolg!