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Bürgermeister prämierte innovativste Ideen zur Stadt-Verbesserung

Beitragskategorie: Mit Innovation die Stadt verbessern
Beitragstitel: Bürgermeister prämierte innovativste Ideen zur Stadt-Verbesserung

Sechs Projekte in zwei Alterskategorien ausgezeichnet

 

Die besten Ideen, die auf innovative Art und Weise die Stadt noch ausgetüftelter, partizipativer, demokratischer, angenehmer, effizienter oder auch intelligenter gestalten, zeichnete Bürgermeister Klaus Luger gestern Mittwoch, 17. April, abends in der Tabakfabrik aus. Sechs Projekte in zwei Alterskategorien – drei in der Kategorie bis 18 Jahre, drei in der Kategorie Erwachsene – wurden durch eine ExpertInnen-Jury aus den Bereichen Kreativwirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Kunst für einen Preis ausgewählt. Die Ausschreibung für den Wettbewerb unter dem Motto „Mit Innovation die Stadt verbessern“ erfolgte von der Open Commons Linz.

Im Rampenlicht standen Projekte, die sich durch ihren offenen, gemeinwohlorientierten Charakter auszeichnen und deren Ergebnisse der Gemeinschaft zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Originellen Konzepten soll so zur Realisierung verholfen werden – in einem Umfeld, in dem sich kreative Menschen wohlfühlen und gegenseitig befruchten. Als Preise wurden deswegen ein Arbeitsplatz in der Tabakfabrik und Jahresmemberships der Grand Garage vergeben.

 

 

Die PREISTRÄGERPROJEKTE

 

KATEGORIE ERWACHSENE

Platz 1: OpenAir
Roland Jankowski, Florian Humer

Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Im Sinne der Maker- und Hands-On-Mentalität lernen BürgerInnen in Workshops, wie Feinstaubsensoren selbst gebaut werden können. Mit Hilfe offener Hardware können so die Feinstaubdaten der jeweiligen Lebensumgebung von jedem erfasst und dargestellt werden. Begleitende Workshops tragen neben der Vermittlung von technischen Kenntnissen vor allem zur Sensibilisierung auf das Thema Umwelt bei. Damit überzeugte OpenAir die Jury nicht nur durch seine technische Offenheit, sondern auch durch seinen partizipativen Charakter.

Platz 2: Responsible Packaging
Victoria Berger

Anhand der Picknick-Kultur im öffentlichen Raum widmet sich die Künstlerin Victoria Berger mit ihrem Konzept eines faltbaren, wiederverwendbaren Picknick-Bags der Frage, wie Müll im Stadtraum vermieden werden kann. Das Projekt greift auf kreative Weise eine große Umweltschutz-Herausforderung auf und befasst sich zudem auf sinnliche Weise mit Materialien und Falttechniken, die einen vielfältigen und nachhaltigen Praxiseinsatz erlauben. Zum Abschluss wird im Rahmen eines öffentlichen Picknick-Happenings auf das Thema Umweltschutz auf lustvolle Weise sensibilisiert.

Platz 3: Allfred / Alltag – Freizeit – Dienstleistung
Diakoniewerk Oberösterreich

Die Online-Serviceplattform allfred.at bietet älteren Menschen, die Abwechslung in ihren Alltag bringen wollen oder Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen, eine unkomplizierte Form der sozialen Begegnung und des persönlichen Austausches. Über die Plattform werden sozial engagierte Menschen, die helfen möchten und eine sinnstiftende Betätigung suchen, mit unterstützungsbedürftigen SeniorInnen und  Senioren zusammengebracht. Die Plattform vermittelt auf diese Weise nicht nur konkrete Hilfe im Alltag, sondern rückt so auch das Tabuthema Einsamkeit im Alter ins Zentrum. Überzeugend ist für die Jury dabei einerseits der generationenverbindende Ansatz und dass durch das Projekt Werte wie Empathie und Solidarität mit Hilfe digitaler Mittel gestärkt werden.

 

KATEGORIE KINDER & JUGENDLICHE

Platz 1: Tiny houses – Das Minimalhaus
Klasse 4bpp der HBLA Lentia, Team Chiara Haidinger, Lara Untersberger und Victoria Hügel

Das Projekt greift das Thema urbanes Wohnen auf und liefert ein ausgeklügeltes Konzept, wie Wohnen auf kleinstem Raum sozial verträglich, umweltfreundlich und günstig funktionieren kann. Es soll den Platzmangel in bestimmten Regionen und Teilen der Erde bekämpfen helfen, indem der vorhandene Platz optimal und billig genutzt wird – dabei wird auf Überlegungen bezüglich Wohnqualität nicht verzichtet.

Besonders hervorzuheben ist dabei der Fokus auf die ökologische und preisgünstige Entwicklung des Minimalhauses: Der Einsatz nachhaltiger Materialien und eine energieeffiziente Planung schonen die Umwelt und sollen die Wohneinheit auch für breite Bevölkerungsschichten leistbar machen.

Platz 2: Pet-Hotel
Xihe Zhu. 11 Jahre

„Wenn eine Familie mit Haustier in den Urlaub fliegen will, aber das Tier nicht mitkann, was dann?“

Dieser Frage hat sich die 11jährige Xihe Zhu angenommen. Sie schlägt die Entwicklung einer Online-Plattform vor, die sich um die Vermittlung von vorübergehender Tierpflege kümmert. 

Besonders hervorzuheben ist dabei der soziale Gedanke des Projekts, denn dabei sollen auch insbesondere Kinder über das Verhalten von Tieren und ihre Pflege lernen. Indem das Pet-Hotel überdies am besten dort angesiedelt ist, wo ältere Menschen wohnen, soll so zudem eine generationenübergreifende Begegnung ermöglicht und unterstützt werden.

Platz 3: EBS – Elektronisches Beschilderungssystem
HTL Perg, Philipp Diesenreither, Benjamin Ellmer, Fabian Lange, Simon Straßer

Die Schüler der HTL Perg möchten Beschilderungen jeglicher Art revolutionieren. Egal ob das Preisschilder im Supermarkt sind oder es um die Beschriftung von Büro- oder Klassenräumen geht: das „Internet of Things“ macht vor Beschilderungen nicht halt. Und weil es tatsächlich viel zu beschildern gibt, soll ein Prototyp für ein energiesparendes E-Paper Display entwickelt werden, dessen Aufschrift per Internet verändert werden kann. Der pragmatische und nützliche Ansatz und die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten hat die Jury überzeugt. So könnte die Technologie darüber hinaus z.B. auch zur Kommunikation/dem Hinterlassen von Nachrichten im öffentlichen Raum genutzt werden.
Die Diplomarbeit inklusive Baupläne kann

heruntergeladen werden.

 

FOTOS
Fotos: Petra Moser (lizenziert unter CC BY 4.0)

JURY

 

Tina Auer

 
 
 

Tina Auer

Tina Auer pendelt in ihren Arbeiten beinahe unbekümmert zwischen Kunst, Forschung, Technologie, Unterhaltung und Wissenschaft. Gemeinsam mit dem Kulturverein Time’s Up beschäftigt sie sich mit der Kreation, der Konzeption, der Umsetzung und der Auswertung von transmedialen, interaktiv-herausfordernden, real-habhaften Architekturen. Architekturen, Umgebungen als in sich abgeschlossene Welten mit Verweis auf Alltags- und mögliche Zukunftsszenarien, welche dem Publikum (und ihr selbst) einen spielerischen und spannenden Zugang in die gebotenen Realitäten offerieren, den Entdecker/innengeist schüren und das Erforschen dieser Welt samt deren innewohnenden Stories zu einem umfassenden Erlebnis machen.

 

 

Patrick Bartos

 

Patrick Bartos

Patrick Bartos ist Geschäftsführer der Creative.Region Linz & Upper Austria GmbH, der Gesellschaft zur Förderung der Entwicklung der Kreativwirtschaft und Positionierung von Linz als kreativer Standort. Er ist Mitglied des Executive Board von Linz – UNESCO City of Media Arts, offizieller Vertreter von Linz im UNESCO Creative Cities Netzwerk, Board Member des Austrian Design Net und des European Creative Business Network. Patrick hat ein Doktorat in Wirtschaftswissenschaften von der JKU und hat im Vorjahr das Stanford Executive Program in Kalifornien absolviert.

 

 

Martina Mara

 

Martina Mara

Martina Mara, geboren 1981, ist Technikpsychologin und seit April 2018 Professorin für Roboterpsychologie an der Johannes Kepler Universität Linz. Sie promovierte an der Universität Koblenz-Landau zu menschenähnlichen Robotern und war viele Jahre am Ars Electronica Futurelab tätig, wo ihr Schwerpunkt auf industriellen und interdisziplinären Forschungskooperationen lag. Mara ist Mitglied des Österreichischen Rats für Robotik und Künstliche Intelligenz und Vorstandsmitglied der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Als Zeitungskolumnistin kommentiert sie das technologische Zeitgeschehen regelmäßig für ein breites Publikum. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem BAWAG Frauenpreis sowie dem Futurezone Award in der Kategorie „Women in Tech“ ausgezeichnet.

 

 

Michaela Ortner

 

Michaela Ortner

Seit 2008 ist Michaela Ortner Universitätsassistentin der Studienrichtung Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz, wo sie selbst Visuelle Mediengestaltung mit Schwerpunkt Fotografie studierte. Nebenbei absolvierte sie ein Semester Bildende Kunst an der Facultad de Bellas Artes in Bilbao. Nach ihrem Studium arbeitete sie für das Future Lab des Ars Electronica Centers, realisierte Kunstprojekte für die Linzer Kommunikationsagentur „Die Fabrikanten“ und organisierte für das Büro Linz Kultur Veranstaltungen wie zum Beispiel das „LinzFest“ ein Open-Air-Festival für Musik, Theater und Literatur. Sie ist im Vorstand der OÖ Gesellschaft für Kulturpolitik, im Senat der Kunstuniversität und immer wieder auch als freischaffende Künstlerin und Kuratorin tätig.

 

 

Christoph Steindl

 
 
 
 
 
 

Christoph Steindl

Ich habe 2005 die Firma Catalysts gegründet. Mittlerweile sind wir deutlich mehr als 300 an 13 Standorten, alle handverlesen und verdammt gut. Es ist eine Freude, für so ein Team das Umfeld zu gestalten und gemeinsam außergewöhnliche Projekte umzusetzen. Was für eine Freude, wenn einen die Mitarbeiter dann auf kununu.com durch ihre anonymen Bewertungen zum beliebtesten Arbeitgeber in Österreich wählen!

Ich komme ursprünglich aus dem Waldviertel (NÖ) und wäre wohl wie alle meine Klassenkollegen nach Wien gegangen um etwas zu studieren. Allerdings wurde damals Mechatronik nur in Linz angeboten. Schlussendlich habe ich dann auch parallel Informatik studiert. Die Johannes-Kepler Universität in Linz hat mir ein perfektes Umfeld geboten, wo ich sehr leicht mehr als ein Studium absolvieren konnte und auch in andere Studien (mehr als nur) reinschnuppern konnte. Für mich war nach dem Studium auch die Zeit als Universitätsassistent sehr wertvoll, weil man da u.a. lernt, wie man Wissen und Inhalte aufbereiten muss, damit die Zuhörer jede Woche wieder in die Lehrveranstaltung kommen und einem am Ende des Semesters auch noch eine gute Bewertung geben. Im Geschäftsleben nennt man das dann Kundenorientierung. Mein Motto ist wohl „“going the extra mile““, d.h. bereit sein, deutlich mehr zu leisten bzw. zu liefern, als der typische Mitbewerber. Das mag zwar anstrengend sein, führt aber auch sicher zu sehr zufriedenen Kunden, Mitarbeitern und es erhöht die eigene Motivation.

 

Wir danken unseren Sponsoren!