Open Data Linz

Offene Daten für mehr Transparenz und Innovation

Auf der österreichweiten Plattform data.gv.at stehen allen Interessierten die offenen Verwaltungsdaten der Stadt Linz zur kostenlosen Weiterverwendung und -verwertung zur Verfügung. Dadurch steigt die Transparenz in Richtung der Bürger*innen und Innovation wird erleichtert.

So können beispielsweise Programmierer*innen neue Anwendungen, mobile Apps oder Visualisierungen entwickeln, die später von allen verwendet werden können. Aus dieser Initiative sind bereits mehr als 50 Anwendungen entstanden (und vielleicht welche, von denen wir noch nichts wissen).

Luftbilder, Stadtpläne, 3D Geodaten, Fahrplandaten der LINZ AG, Gemeinderatsprotokolle, statistische Daten zur Bevölkerung, das Budget der Stadt (Voranschläge und Rechnungsabschlüsse), Wahlergebnisse, ein Baumverzeichnis, Veranstaltungsdaten und viele mehr stehen als aktuelle und als historische Datensätze zur Verfügung.

Freie Lizenzen für offene Daten

Alle Datensätze sind lizenziert unter der Creative Commons Lizenz „Namensnennung“ 4.0 (CC BY 4.0) und können daher für alle Zwecke frei genützt werden, solange die Stadt Linz als Quelle genannt wird.

Eines ist für die Stadt Linz allerdings klar: Auch wenn die Öffnung von Daten für Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft von hohem Wert ist, kommen dafür nur solche in Frage, die nicht personenbezogen sind. Das heißt, private Daten müssen privat bleiben, denn Datenschutz geht vor!


Was sind Offene Daten?

Mit Offenen Daten (oder Open Data) sind jene Daten gemeint, die einer Öffentlichkeit zur Einsicht und Weiternutzung zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel können die Fahrplandaten eines öffentlichen Transportunternehmens als Offener Datensatz zur Verfügung stehen und deswegen in Apps unabhängiger Entwickler*innen genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass solche Daten nicht einfach ein PDF sind. Einem Menschen würde ein Zettel mit den Fahrplandaten zwar reichen, um nachzulesen, wann der nächste Bus fährt, aber Maschinen können nicht viel damit anfangen. Um als Offen zu gelten, müssen Daten maschinenlesbar sein, d.h. strukturiert und in Form einer Tabelle (z.B. Excel) gespeichert sein. So können die zugrundeliegenden Daten beispielsweise in einem Diagramm visualisiert oder in einer Karte eingezeichnet werden.

Ein zweites Kriterium, das offene Daten erfüllen müssen, ist, dass sie nicht personenbezogen sind. Damit ist gemeint, dass keine privaten Daten öffentlich gemacht werden dürfen, sondern nur solche, die anonymisiert sind. Beispielsweise ist es zwar von öffentlichem Interesse, wie viele Stimmen bei einer Wahl an eine bestimmte Partei gingen, aber nicht, welche Partei Martha gewählt hat.

Auch auf Datensammlungen liegt ein Urheber*innenrecht. Als Stadt Linz veröffentlichen wir Daten also unter einer freien Lizenz: Das ist die Erlaubnis die Daten für jegliche Zwecke – auch kommerzielle Zwecke – zu nutzen, maximal unter der Beschränkung, die Stadt Linz als Quelle zu nennen.

Was sind Open Government Data?

Open Government Data (kurz OGD) sind all jene Offenen Daten, die von der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden und nicht etwa von NGOs, privaten Unternehmen, Universitäten, etc.

Warum veröffentlichen wir als Teil der Verwaltung Daten?

Öffentliche Einrichtungen haben einen rechtlichen Auftrag, ihre Daten der Allgemeinheit möglichst vollständig, wiederverwendbar und frei zur Verfügung zu stellen. Und immer mehr Interessierte fragen auch nach Offenen Daten, denn diese schaffen Transparenz für Bürger*innen und stellen eine Basisinfrastruktur für die fortschreitende Digitalisierung dar.

            Wir schaffen Transparenz und Offenheit und machen unsere Arbeit sichtbar
Die freie Verfügbarkeit von OGD schafft Transparenz und damit Vertrauen in die öffentlichen Institutionen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Kulturwandels hin zu mehr Offenheit in der öffentlichen Verwaltung. Das ist heute demokratiepolitisch maßgeblich und Städte und ihre Geschäftsbereiche werden daran international gemessen. Mit der Veröffentlichung unserer Daten zeigen wir aber auch den Wert unserer täglichen Arbeit. Die Abteilungen der Stadt werden dadurch offener und rücken näher an die Bürger*innen.

            Wir ermöglichen Innovation und neue Wertschöpfung
Aus offenen Daten werden digitale Anwendungen und Apps gemacht. Sie schaffen neue Services für Bürger*innen. Das sind z.B. interaktive Landkarten, Apps für den öffentlichen Verkehr, Visualisierungen über die Vergabe öffentlicher Förderungen, Wahlanalysen, und vieles mehr. Vor allem für innovationstreibende Zukunftstechnologien wie Machine Learning oder Big Data-Analysen sind sie eine der wichtigsten Grundlagen. OGD ermöglichen so innovative Dienstleistungen und haben dadurch einen wesentlichen wirtschaftlichen Nutzen für den Unternehmensstandort Linz.

            Wir vermehren Wissen
Doch nicht nur Wirtschaft, sondern auch Wissenschaft und Forschung, Kultur und Bildung sorgen dafür, dass die von uns bereitgestellten Daten ausgewertet und kombiniert werden, sodass ein neuer Informationswert und neuer Nutzen entsteht, der Wissen schafft. Insbesondere kulturelle Einrichtungen sind im Besitz einer Vielzahl an historischen Daten, deren Veröffentlichung große Potentiale etwa für die Nutzbarmachung von Archiven, Museen oder Bibliotheken für die Öffentlichkeit hat.