So bereitest du deinen Workshop vor

Hier erfährst du, worauf du bei der Vorbereitung achten solltest, wie du den richtigen Rahmen schaffst und was sonst alles für die praktische Durchführung der Workshops nötig ist.

Inhalt

Die Module haben unterschiedliche Technologien zum Thema, fördern jeweils bestimmte Skills und liefern Diskussionsstoff für aktuelle, technologie- und gesellschaftspolitische Fragen. 

Bei der Zusammenstellung deines eigenen Workshopprogramms solltest du überlegen, welcher Inhalt für deine Gruppe sinnvoll ist. Wofür interessieren sich die Kinder? Wofür lässt sich ihre Begeisterung wecken? Was wissen sie bereits? Mit welchen Technologien arbeiten sie schon und welche sollten sie kennenlernen? Je näher der Bezug zum Lebensalltag der Kinder, desto einfacher ist auch die Vermittlung und der Aufbau von Wissen.

In den anschließenden Reflexionsrunden kann und soll auf tagesaktuelle Themen Bezug genommen werden: Was ist gerade passiert oder wird öffentlich debattiert, das zum Thema passt? Das verhilft den Kindern auch in Zukunft dazu, eine reflektierte Haltung zu neuen Technologien und Medien einzunehmen und diese überlegt zu nutzen.  

Rahmen

Jedes Modul erfordert einen passenden Raum mit adäquater Ausstattung. Welches Mobiliar, welche Lichtverhältnisse braucht es, damit das Modul durchgeführt werden kann? Ist der Raum groß genug? Sind Stromanschlüsse vorhanden? Gibt es W-LAN? usw. Vor der Durchführung solltest du also genügend Zeit für die Vorbereitung einplanen.

Es sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, in der sich die Kinder wohlfühlen und sich konzentrieren können. Lärm oder Ablenkungen sollten vermieden werden. Wir raten auch dringend davon ab, Zaungäste einzuladen. Unbeteiligte Erwachsene müssen draußen bleiben, damit sich die Teilnehmer*innen ungestört ihrem Tun widmen können.

Werkzeug, Materialien und Technik sollten gut sichtbar sein und durch ihre Allgegenwärtigkeit eine Stimmung schaffen, die zum unmittelbaren Realisieren von Ideen einlädt und dazu animiert, selbst aktiv zu werden.

Als Gruppengröße empfehlen wir 4 – 6 Kinder. Ist der Betreuungsaufwand zu hoch, können unter den Kindern Co-Mentor*innen ausgebildet werden. Wenn schon einmal ein Kind bei einem Modul dabei war, kann es beim nächsten Mal helfen. Der Rollentausch ist zumeist eine aufschlussreiche Erfahrung.

Materialien und Tools

Fast alle Module benötigen bestimmte Materialien, die beschafft werden müssen. Bei einer regelmäßigen Durchführung lohnt es sich, eine Grundausstattung an Bastelwerkzeug (Scheren, Cutter, Buntstifte, etc.) anzuschaffen. 

Wir haben unsere Module in Low-Tech und High-Tech eingeteilt. Erstere können mit kostengünstigen und allgemein verfügbaren Verbrauchsmaterialien durchgeführt werden, während zweitere den einmaligen Kauf mitunter kostspieliger Hardware erfordern.

Alle Module sind so konzipiert, dass sich die Verbrauchsmaterialien (exklusive Hardware) pro Kind auf maximal 3 Euro belaufen, die meisten davon kommen mit unter 2 Euro aus.

Ablauf

Der Ablauf bietet einen didaktischen Rahmen und eine Orientierungshilfe für die Durchführung der Workshops. Du kannst ihn natürlich auf deine eigenen Gegebenheiten und Bedürfnisse abwandeln.

Ankommen & kennenlernen

Das Programm beginnt nach einer kurzen Begrüßung meist mit einem bewegungsorientierten Kennenlernspiel. Das schafft ein Gruppengefühl und baut Bewegungsdrang und Unruhe ab.
Verschiedene Kennenlernspiele findest du hier: Methoden & Spiele zum Begrüßen und Verabschieden.

Orientierung

Anschließend werden die Workshops vorgestellt (Was wird gemacht? Wie machen wir es?) und es wird eine thematische Einführung gegeben. Dabei kann gefragt werden, was die Kinder schon zum Thema wissen, Prototypen oder Artefakte können gezeigt und besprochen werden.

Durchführung des Moduls

Das Modul wird nun Schritt für Schritt durchgeführt. Bei jenen, die länger als 45 Minuten dauern, sollten unbedingt Pausen eingelegt werden, um Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten vorzubeugen.

Reflexion

Jedes Modul endet mit einer Reflexionsrunde, in der jeweils drei zentrale Fragen besprochen werden:

  • Wie kann die Technologie, mit der wir uns beschäftigten, die Welt verbessern?
  • Wie kann sie uns im Alltag nützlich sein?
  • Wie kann sie Schaden anrichten?

Daneben werden Bezüge zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen hergestellt und darüber diskutiert, etwa Nutzen und Gefahren von Haushaltsrobotern, selbstfahrenden Autos, u.v.m.

Wenn thematisch passend, soll ebenso an wichtige digitale Kompetenzen herangeführt werden, z.B.: Was ist ein gutes Passwort? Warum soll ich keine Bilder von mir öffentlich stellen? Wie gehe ich damit um, wenn jemand etwas Doofes über mich auf WhatsApp schreibt?

Abschluss

Zum Abschluss wird noch einmal vergegenwärtigt, womit wir uns heute beschäftigt haben. Für einen gelungenen Ausklang bietet sich ein kurzes Abschlussritual an.

zuletzt geändert am 05. May 2021