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Internet an Schulen

Beitragsdatum: 21.04.2015
Beitragstitel: Internet an Schulen
Otto-Glöckel-Schule CCbysa: Hans Koberger

Digitale Fähigkeiten der Linzer Kinder fördern

Digitale Technologien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch in den Schulen nimmt der Einsatz von Lern-Software und Internet laufend zu und fördert so den frühzeitigen Aufbau der digitalen Kompetenzen bei den SchülerInnen. Ziel für die Stadt Linz ist es daher, diese Entwicklung zu fördern und als Schulerhalterin dafür in den Linzer Pflichtschulen auch die technischen Voraussetzungen bereit zu stellen. Dafür wurde in den letzten Jahren bereits die EDV-Ausstattung an den Linzer Pflichtschulen modernisiert. Um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein, unterzieht die Stadt Linz in Zusammenarbeit mit dem städtischen IT-Dienstleister IKT die vorhandene Infrastruktur an allen Linzer Pflichtschulen nun einer Neubewertung. Auf Basis dieses Ergebnisses soll bis Jahresende eine langfristige und zukunftsweisende IT-Strategie für die Linzer Pflichtschulen, die aktuelle Entwicklungen und Bedarfe berücksichtigt, erarbeitet und in der Folge sukzessive umgesetzt werden.
„Wir haben in den letzten Jahren bereits einiges für die Modernisierung der EDV-Ausstattung an unseren Schulen getan. Die derzeit laufende Evaluierung soll Basis für eine umfassende IT-Strategie sein, damit sowohl Lehrinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler bestmögliche Voraussetzungen vorfinden.“
Bildungsreferentin Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger

„Wir wollen mit der digitalen Infrastruktur an unseren Pflichtschulen am Puls der Zeit bleiben. Deshalb evaluieren wir die bestehende Hardware und Software. So fördern wir die Linzer Kinder bereits früh beim Erwerb der digitalen Kompetenzen.“
Liegenschaftsreferent Vizebürgermeister Christian Forsterleitner

Mit zahlreichen Angeboten wurde in Linz in den letzten Jahren bereits ein österreichweit einzigartiges Angebot an „digitalen Gemeingütern“ (Open Commons) geschaffen. Der intensive Ausbau von Internet-Hotspots an öffentlichen Plätzen im gesamten Stadtgebiet und an wichtigen Haltestellen, Gratis-WLAN in Straßenbahnen und an Badeseen, die kostenlose Bereitstellung von Gratis-Webspace („Public Space Server“) für die Linzerinnen und Linzer und der Zugang zu offenen Verwaltungsdaten (Open Government Data) sind europaweit beispielgebend und unterstreichen die Modernität und Zukunftsorientierung der Stadt Linz.

Förderungen digitaler Kompetenz: Potenziale & Gefahren rechtzeitig erkennen

Auch im Schulunterricht nimmt die Bedeutung von Lern-Software und Internet als unterstützende Lernmittel laufend zu. Die Linzer Kinder wachsen mit digitalen Technologien auf, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Damit aufzuwachsen heißt aber noch nicht, damit umgehen zu können. Sich trittsicher durch das World Wide Web zu bewegen und diese Technologien kompetent zu nutzen, sind wichtige Erfolgsfaktoren geworden. Gleichzeitig können digitale Technologien auch Gefahren in sich bergen. Wichtig ist daher, den richtigen Umgang von Anfang an zu lernen, Hemmschwellen abzubauen und die Freude daran zu entdecken. Der Einsatz dieser ergänzenden Instrumente im Unterricht fördert den frühzeitigen Aufbau der digitalen Kompetenzen bei den SchülerInnen. Mehr denn je sind damit ihre beruflichen Chancen und eine selbstbestimmte und umfassende Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verbunden. Sie ist eine entscheidende Voraussetzung für Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.

Um junge Mädchen über Gefahrenpotenziale Neuer Medien zu informieren, bietet das Frauenbüro der Stadt Linz daher speziell auf Schülerinnen der 2. und 3. Klasse der Neuen Mittelschulen zugeschnittene Workshops der Initiative SaferInternet an. Ziel der Workshops, die am 9. April 2015 in der NMS Stelzhammerschule starteten, ist, dass die Schülerinnen sich sicher und kompetent im Internet bewegen und über etwaige Gefahren Bescheid wissen.

Bildungsstadt Linz: 10.300 PflichtschülerInnen in 57 städtischen Schulen

Linz zählt im Schuljahr 2014/15 insgesamt rund 42.000 SchülerInnen. Davon besuchen rund 10.300 Kinder eine von insgesamt 57 allgemeinbildenden öffentlichen Pflichtschulen (Volksschule, Neue Mittelschule, Polytechnische Schule oder Sonderschule).

Seit 2009 hat die Stadt Linz ca. 1,2 Millionen Euro in die Modernisierung der EDV Ausstattung plus Service an den Linzer Pflichtschulen investiert. Alleine im laufenden Schuljahr wurden beispielsweise 238 PCs durch neuere Modelle ersetzt sowie 40 iPads angekauft. Auch digitale Schultafeln sind in einzelnen Linzer Pflichtschulen bereits im Einsatz.

Zukunftsweisende IT-Strategie für Linzer Pflichtschulen

Wie in vielen anderen Bereichen will die Stadt Linz als Schulerhalterin die Entwicklungen und Neuerungen im IT-Bereich fördern und dafür in den Linzer Pflichtschulen auch die technischen Voraussetzungen bereitstellen. Dazu bedarf es neben grundlegenden Anforderungen an die Gebäudeausstattung (Verkabelung) auch einer entsprechenden Hardware- und Softwareausstattung sowie einer laufenden IT-Betreuung. Insgesamt soll so ein Fundament geschaffen werden, die „IT-Kompetenz“ der Linzer Kinder frühzeitig zu stärken und moderne Voraussetzungen für Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen.

Aus diesem Grund wurde der Informatik-Lenkungsausschuss (ILA) der Stadt Linz bereits mit der Evaluierung der aktuellen technischen Voraussetzungen in den Linzer Pflichtschulen beauftragt. Auf Basis dieses Berichts soll bis Jahresende eine langfristige, auf die jeweiligen Schultypen abgestimmte IT-Strategie für die Linzer Pflichtschulen ausgearbeitet werden, die aktuelle Entwicklungen und Bedarfe berücksichtigt.

Fahrplan für eine moderne IT-Infrastruktur an Pflichtschulen

Schritt 1: Evaluierung bestehender Hardware
In einem ersten Schritt erfolgt eine umfassende Darstellung der Gebäudeausstattung (Verkabelung), der aktuellen Verwendung der Endgeräte sowie der Anforderungen nach Schultyp im Abgleich mit modernen pädagogischen Ansätzen im Sinne einer erweiterten „Bestandsaufnahme“.

Schritt 2: Festlegung künftiger Anforderungen
In den Schulen sind die IT-Arbeitsplätze mit unterschiedlicher Hard- und Software ausgestattet (z.B. Direktion, LehrerIn, SchülerIn, Bibliothek). Für diese Computer-Arbeitsplätze werden in einem zweiten Schritt die künftigen Anforderungen individuell erhoben und aktualisierte Standards festgelegt. Beispielsweise, ob an einem konkreten Arbeitsplatz ein Drucker oder Scanner erforderlich ist, oder welche Anwendungssoftware (z.B. Textverarbeitung, Bildbearbeitung) benötigt wird.
Basierend auf dieser konkreten Ausgestaltung der IT-Arbeitsplätze werden die dafür erforderlichen Verkabelungen und Netzwerke festgelegt. Dabei wird auch berücksichtigt, dass bereits jetzt in der Schule verstärkt mobile Endgeräte wie Notebooks, Tablets, Beamer verwendet werden.

Schritt 3: Festlegung & Bewertung künftiger Software-Ausstattung
Die Anwendungsprogramme an Linzer Schulen bestehen derzeit in einer Mischung aus proprietärer (z.B. MS Office) und freier Software (z.B. Open Office). In Zusammenarbeit des städtischen IT-Dienstleisters IKT mit Schule und Sport Linz sollen dabei zwei Umsetzungsvarianten geprüft werden: Zum einen der Ausbau bzw. Einsatz von freier Software (Variante 1). Zum anderen ein Fortschreiben der jetzigen Mischform von Windows als Betriebssystem und dem gemischten Einsatz von proprietärer und freier Anwendungssoftware (Variante 2).
Variante 1 (Einsatz von freier Software soweit wie möglich) wird in einem Pilotprojekt für Direktion, Lehrkörper und SchülerInnen auf ihre Praxistauglichkeit im Unterricht getestet. Ausgenommen davon ist die Software zur Abwicklung administrativer Aufgaben mit den Schulbehörden (z.B. Landesschulrat).