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Was tun? Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt

Beitragskategorie: Was tun? Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt 2019
Beitragstitel: Was tun? Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt
OPEN COMMONS KONGRESS 2019
Freitag, 14. Juni, 9:30 - 17:30 Uhr
Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz
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Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist im vollen Gange: Weil immer mehr Berufe automatisierbar werden, wächst die Angst vor Jobverlust und das Auseinanderklaffen der Hoch- und Niedriglohnsektoren verstärkt sich. Beschäftigungsverhältnisse werden zusehends flexibler und bedarfsorientierter und es droht der Verlust von hart erkämpften Arbeitsrechten und ein neues Prekariat der „working poor“.

Doch was tun, wenn selbst qualifizierte Berufe von Steuerberater*innen oder Ärzt*innen in absehbarer Zeit durch Algorithmen, Software und Hardware ersetzt werden können?

Mit dieser Entwicklung wächst die Notwendigkeit für neue Qualifikationen bei den Mitarbeiter*innen, für abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse und für Veränderung der Organisationsformen in den Betrieben. Unsere Praxis des Arbeitens und unser Verhältnis zur Arbeit selbst verändern sich.

Neben Gefahren bietet diese Entwicklung gleichermaßen Chancen für Mensch und Industrie: Neue Technologien ziehen nicht zwangsläufig bestimmte Arbeitsformen nach sich, sondern eröffnen ein Spektrum von Gestaltungsalternativen für die Zukunft: Wie wollen wir künftig arbeiten und wie sollen uns Maschinen und Software dabei unterstützen?

 
 
 
"Arbeit neu denken" heißt "Gesellschaft neu denken"

Die zunehmende Automatisierung berührt nicht nur einzelne Arbeitsplätze, Tätigkeiten und die Qualifikationen individueller Personen, sondern hat Konsequenzen für das gesamte Gefüge unseres Arbeitssystems und unserer Gesellschaft.

Wie kann unsere künftige Arbeitswelt aus Sicht der arbeitenden Menschen gestaltet werden? Welche Veränderungen stehen uns bevor und welche Mitgestaltungsmöglichkeiten gibt es? Welche (arbeits)politischen Maßnahmen sind notwendig, damit Menschen nicht zum verlängerten Arm der Maschine werden, sondern ihre spezifisch menschlichen Begabungen entfalten können? Wie kann Arbeit unter digitalisierten Bedingungen gerecht verteilt werden und welche Form der Zusammenarbeit wünschen wir uns mit Robotern, Automaten, Computern und smarten Systemen? Wie sorgen wir in Zukunft für unsere Gesundheit? Wie müssen sich sowohl die Formen der Wertschöpfung als auch jene der sozialen Sicherungssysteme verändern? Welche Perspektiven, Chancen und Utopien eröffnet die Digitalisierung der Arbeit für jeden Menschen und für unser Zusammenleben?

Der Open Commons Kongress 2019 versammelt Beiträge von Expert*innen aus den Bereichen Arbeits- und Sozialpolitik, Wirtschaft & Technik, Psychologie und Philosophie und bietet einen breiten Querschnitt über eine der weitreichendsten Veränderungen unserer Zeit.

Eintritt frei!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PROGRAMM

Zum Résumée der Veranstaltung

ab 9 Uhr
Willkommen!

9.30 Uhr
Eröffnung durch
GR Markus Benedik in Vertretung von BM Klaus Luger
Gerald Kempinger / IKT Linz GmbH
Andrea Wesenauer / OÖGKK

10 Uhr
Die Geschichte der Arbeit an der Arbeit – zu den Voraussetzungen der digitalen Rationalisierung von der Antike zur Industriellen Revolution
Manfred Füllsack, Professor für Systemwissenschaften / Universität Graz

11 Uhr
Aufstieg, Krise und Überwindung der Arbeitsgesellschaft – Von der Lohnarbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft
Michael Hirsch, Philosoph, Politikwissenschafter und Kulturtheoretiker / Privatdozent an der Universität Siegen

 12 Uhr
360°-Blick, Status-Quo und Trends der Digitalisierung
Udo Feyerl, Wirtschaftsinformatiker und Digitalisierungskoordinator / Oberösterreichische Gebietskrankenkasse

13 Uhr
Mittagspause mit Buffet

14.30 Uhr
Analoger Mensch in der digitalen Arbeitswelt: Ein bedürfnisorientierter Blick auf neue Arbeits- und Organisationsformen
Silvia Feuchtl, Arbeits- und Organisationspsychologin / Arbeiterkammer Niederösterreich

15.30 Uhr
Digitalisierung als Herausforderungen für Soziale Sicherheit und Verteilungsgerechtigkeit
Ingrid Mairhuber, Politikwissenschafterin und Historikerin / FORBA – Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt

16.30 Uhr
Kaffeepause

16.45 Uhr
Podiumsdiskussion: Was tun?
Mit Silvia Feuchtl, Udo Feyerl, Manfred Füllsack, Michael Hirsch, Ingrid Mairhuber
Moderation: Barbara Krennmayr

17.30 Uhr
Ende

 

FOTOS
Fotos: Petra Moser, lizenziert unter der Lizenz CC BY 4.0
 
MEDIEN
Radio FRO, FROzine vom 5. Juni 2019
Radio FRO, FROzine vom 21. Juni 2019, Interview mit Ingrid Mairhuber
Radio FRO, FROzine vom 2. Juli 2019, Ausschnitt aus Michael Hirschs Vortrag und Interview (ab Minute 27)

Eine Kooperation mit der

 

Mit freundlicher Unterstützung von